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Rewe/Adeg-Deal: Montag Lostag in Brüssel - 40 Filialen gefährdet

Salzburg - Kommenden Montag, den 23. Juni, ist in Brüssel Lostag für die geplante Adeg-Übernahme durch Rewe Austria. Medienberichten zufolge könnte das das Ende von 40 Adeg-Filialen in Österreich bedeuten, kritische Bezirke in Salzburg sind St. Johann im Pongau, Tamsweg und Zell am See.

Kommenden Montag wird klar sein, ob in Brüssel direkt grünes Licht für den Deal gegeben wird oder eine bis zu vier Monate dauernde vertiefte Wettbewerbsprüfung folgt.

Erwartet wird, dass die EU-Wettbewerbskommission der mehrheitlichen Übernahme von Adeg durch Rewe Austria (Billa, Merkur, Penny, Bipa) zustimmt – wenngleich unter Auflagen. Laut “Presse” und “WirtschaftsBlatt” könnte das das Ende von 40 Adeg-Filialen bedeuten, weil es in 21 der 121 politischen Bezirke Österreichs durch den Kauf zu einer kartellrechtlich bedenklichen Stärkung der Marktmacht von Rewe kommen würde.

Laut “WirtschaftsBlatt” wirbt Rewe nun mit Zugeständnissen um das “Ja” aus Brüssel. In den Übernahme-Verpflichtungen für die Rewe verpflichtet sich Rewe der Zeitung zufolge, sämtliche Adeg-Filialen, die in den kritischen Bezirken gelegen sind, an einen oder mehrere unabhängige Käufer zu verkaufen.

Die selbstständigen Adeg-Kaufleute in den kritischen Bezirken sollen demnach die uneingeschränkte Möglichkeit zum Wechsel zu einem anderen Lebensmittel-Großhändler haben. Dies sei dann der Fall, wenn der Adeg-Kaufmann bei einem Wechsel nicht eine Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten einzuhalten habe und er bei Beendigung seiner Geschäftsbeziehungen keine finanziellen Leistungen an Adeg übernehmen müsse, deren Gegenwert 50.000 Euro überschreitet.

Zudem verpflichte sich Rewe, alle zumutbaren Anstrengungen zu unternehmen, damit eine hinreichende Anzahl von Adeg-Kaufleuten in den kritischen Regionen aus der Organisation ausscheidet, um Marktanteil bzw. -zuwachs abzubauen.

Die wettbewerbsrechtlichen Probleme gelten dann als gelöst, wenn der gemeinsame Marktanteil nach dem Zusammenschluss weniger als 30 Prozent oder der Marktzuwachs weniger als 5 Prozent beträgt (Basis: Umsatz 2007). Sollte es Rewe nicht gelingen, fristgerecht die nötige Anzahl von Kaufleuten zu einem Verlassen der Adeg-Organisation zu bewegen, werde Rewe stattdessen im erforderlichen Ausmaß eigene Filialen veräußern, zitiert das “WirtschaftsBlatt” aus dem Übernahme-Plan.

Die kritischen Bezirke:

Burgenland: Oberpullendorf, Oberwart, Neusiedl am See, Eisenstadt Kärnten: Hermagor, Spittal/Drau, Feldkirchen, Villach NÖ: Lilienfeld, St.Pölten-Land, Tulln, Waidhofen/Thaya, Krems OÖ: Gmunden, Salzburg: St. Johann/Pongau, Tamsweg, Zell am See, Steiermark: Bruck/Mur, Judenburg, Leoben, Liezen;

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