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Rettung Kompensationsprüfung: Viele Zentralmatura-Fünfer ausgebessert

Die Vorarlberger Maturanten schnitten unterdurchschnittlich ab.
Die Vorarlberger Maturanten schnitten unterdurchschnittlich ab. ©APA/Themenbild
Die Kompensationsprüfung hat sich auch bei der heurigen Zentralmatura für viele Schüler zum Rettungsanker entwickelt.

An den AHS hatten – bei enormen Unterschieden zwischen den Klassen – knapp 22 Prozent einen Fünfer auf die Mathe-Klausur, zwei Drittel konnten ihn sich bei der Kompensationsprüfung ausbessern. An den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) gab es – abgeschwächt – ein ähnliches Bild.

Mathe: Jeder Vierte fällt durch

Die Klausuren sind an den AHS heuer in Mathe und Deutsch schlechter als im Vorjahr ausgefallen: In Mathe scheiterten mit 22 Prozent doppelt so viele wie im Vorjahr. Auf eine typische Maturaklasse mit 20 Schülern heruntergebrochen wären das etwa vier Personen.

Nach den Kompensationsprüfungen blieben nur sieben Prozent der AHS-Maturanten auf einem Nicht Genügend in Mathe sitzen. In Englisch sank die Durchfall-Quote von sechs auf zwei Prozent, in Deutsch von sechs auf ein Prozent.

Starke Schwankungen

Enorme Unterschiede bei den Klausuren zeigten sich zwischen den einzelnen Klassen und Schulen. In Mathe kassierte in 112 AHS-Klassen kein einziger Schüler ein “Nicht Genügend”, in 107 waren dagegen mehr als 50 Prozent negativ. Auch regional gab es starke Schwankungen: In Vorarlberg schaffte ein Drittel der AHS-Maturanten die Mathe-Klausur nicht, in OÖ waren es nur 13 Prozent.

Fünfer “kompensiert”

Bundesländerweise wurde auch höchst unterschiedlich “kompensiert”: In Salzburg schaffte nur etwa die Hälfte der Angetretenen die (nach zentralen Vorgaben mündlich durchgeführte) Mathe-Kompensationsprüfung. Deutlich höher war die Erfolgsquote im Burgenland und in Kärnten, wo vier Fünftel bzw. fünf Sechstel den Fünfer ausmerzen konnten.

An den BHS, wo die Zentralmatura heuer erstmals flächendeckend durchgeführt worden war, war das Bild ähnlich: Hier fielen in Mathe 13 Prozent bei den Klausuren durch, nach den Kompensationsprüfungen waren noch 5,5 Prozent negativ. In Englisch sank die Zahl der Gescheiterten von elf auf 4,5 Prozent, in Deutsch von 5,5 auf ein Prozent.

“Zweistufiges System”

In Mathematik haben damit insgesamt (AHS und BHS zusammen) 93,8 Prozent der Maturanten bestanden, in Englisch 96,7 Prozent und in Deutsch 99 Prozent. Insgesamt seien die Ergebnisse damit gut ausgefallen, betonte Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ). “Erinnern wir uns an unsere eigene Maturazeit, auch da gab es negative Noten.” Verweise auf die wesentlich schlechteren Klausurergebnisse konterte sie mit: “Wir haben ein zweistufiges System.”

Die starken Verbesserungen bei den Kompensationsprüfungen seien auch nichts Neues, so Bildungsministeriums-Sektionschef Christian Dorninger. Vor der Einführung der neuen Matura hätten Schüler Fünfer bei der schriftlichen Prüfung im Rahmen der mündlichen ausbessern können (“Zusatz”). “Es war schon immer so, dass die Hälfte bis zwei Drittel das genutzt hat. Das ist nichts Neues an den Schulen.” Sehr wohl ansehen will man sich aber die unterschiedlichen Bundesländer-Erfolgsquoten bei den Kompensationsprüfungen.

Geschlechterunterschiede

Unterschiede gab es wie im Vorjahr sowohl zwischen den Geschlechtern als auch zwischen den einzelnen Schultypen. An den AHS schnitten Burschen bei den Klausuren in Mathematik deutlich besser als die Mädchen ab, in Englisch leicht besser und in Deutsch deutlich schlechter. Nach den Kompensationsprüfungen waren die Unterschiede etwas geringer. An den BHS lieferten die Burschen in Mathe und Englisch klar bessere Ergebnisse, in Deutsch gab es kaum Geschlechterunterschiede.

Wie im Vorjahr schnitten außerdem die AHS-Langformen deutlich besser als die Oberstufengymnasien ab. In Mathematik gab es an den Langformen nach den Klausuren 18,5 Prozent Fünfer, an den Oberstufengymnasien hingegen 33 Prozent. Nach den Kompensationsprüfungen blieb in den Langformen noch bei 5,3 Prozent der Schüler ein Fünfer stehen, in den Oberstufengymnasien dagegen bei zwölf Prozent. Geringer waren die Unterschiede in Deutsch und Englisch.

Deutsch: Kein Schultypen-Unterschied

Bei den BHS erzielten die Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) und Höheren Schulen für Land- und Forstwirtschaft/HLFS) sowohl in der Mathematik (nur fünf Prozent Fünfer bei den Klausuren) als auch in Englisch (sieben Prozent) die besten Ergebnisse und die Humanberufliche Schulen (HUM) bzw. die Bildungsanstalten für Kindergarten- bzw. Sozialpädagogik (BAKIP bzw. BASOP) die schlechtesten (19 Prozent Fünfer in Mathe, 13 Prozent in Englisch). Die Handelsakademien lagen in etwa im Schnitt. In Deutsch zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Schultypen.

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