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Renovierungsarbeiten im Franziskanerkloster geplant

Pater Wenzeslaus ist neuer Guardian im Franziskanerkloster Dornbirn
Pater Wenzeslaus ist neuer Guardian im Franziskanerkloster Dornbirn ©Gerty Lang

Dornbirn. Es ist ein einfaches, aber herzliches Kloster mitten im Stadtzentrum. Lange Zeit wurde es von den Kapuzinern geführt und auch heute noch umgangssprachlich so bezeichnet. Vor einigen Jahren haben es die polnischen Franziskaner übernommen. Pater Wenzeslaus hat seit Juli die Leitung des Klosters inne.

Franziskaner sind “Wanderer”. Wie lange leben Sie bereits in Österreich?

P. Wenzeslaus: Seit 1987. Drei Jahre war ich als Religionslehrer in Bezau tätig und 1991 haben wir dann das Kloster Bludenz aus unserer Polnischen Provinz übernommen. Es galt, dieses Kloster zu retten.

Sie waren praktisch 18 Jahre Guardian in Bludenz. Eine so lange Zeitspanne ist doch normalerweise bei den Franziskanern unüblich.

P. Wenzeslaus: Ja. Wir bleiben höchstens vier bis sechs Jahre an einem Ort. Unsere Philosophie ist, ständig unterwegs zu sein. Doch unter meiner Obhut wurde die Klosterkirche in Bludenz renoviert, der Garten komplett neu angelegt und wir hatten einen Hund, den ich hier sehr vermisse.

Wie verlief ihr bisheriges Leben?

P. Wenzeslaus: Von Beruf bin ich gelernter Techniker und arbeitete bei der Entwicklung des polnischen Fiats mit. Ich wuchs mit fünf Brüdern auf. Religion war für mich nie eine Pflichtübung, sondern eine innere Stimme. 1983 wurde ich zum Priester geweiht, verbrachte anschließend drei Jahre in Deutschland, um die Sprache zu lernen. Ich bin geblieben.

Warum wurden Sie nach so vielen Jahren Bludenz gerade nach Dornbirn versetzt?

P.Wenzeslaus: Im Juli wurde bei uns in Polen ein neuer Provinzial gewählt. Der schickte mich ins Dornbirner Kloster. Ein Grund ist die anstehende Renovierung. Meine diesbezüglichen Erfahrungen bei den Klöstern Bensheim und Bludenz gaben den Ausschlag. Und mit Gottes Hilfe und vielen Spenden werden wir auch Dornbirn in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Wie sehen Ihre Pläne dazu aus?

P.Wenzeslaus: Wir wollen ein Baukomitee gründen, mit einem Architekten, Baumeister, Fachleuten und Beratern. Ich möchte das gerne gemeinsam mit der Bevölkerung machen. Und jeder, der helfen will, ist herzlich willkommen. Das Kloster darf auf keinen Fall seinen Charakter verlieren. Die Ideen sind geboren, aber für die Umsetzung brauche ich die entsprechenden Menschen.

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