Rennen um den „besten Mann“

Tempolimits und Rotlicht sind bei tschetschenischen Hochzeiten Tabu­themen.
Tempolimits und Rotlicht sind bei tschetschenischen Hochzeiten Tabu­themen. ©Symbolfoto: VOL.AT/Klaus Hartinger
Bregenz - Ehre und Bewunderung gebührt in Tschetschenien jenem Mann, der sich bei einer Hochzeit unmittelbar hinter dem Fahrzeug der Braut halten kann. Hält er das bis zum Festsaal durch, gilt er als der „beste Mann“. So ist es Brauch. Und so geschah es, dass hierzulande ein tschetschenisches Pärchen den Bund fürs Leben schloss.

Die Reise ging von Schwarzach bis hin zum Festsaal in Bregenz. Die Reise? Besser gesagt eine Rallye. Oder noch treffender formuliert: ein verantwortungsloses, rücksichtsloses und beispielloses Kopf-an Kopf-Rennen auf vier Rädern. Auf öffentlichen Straßen, mitten durch besiedeltes Wohngebiet.

Fünfzig Autos, fünfzig Lenker. Ein 36-jähriger Teilnehmer raste in eine Kreuzung.  Bei Rotlicht. Überholte andere links und rechts. Bis das Blech krachte. Ein hiesiger Autofahrer, der ordnungsgemäß bei Grünlicht in die Kreuzung einfuhr, musste ausweichen. Krachte gegen einen weiteren Pkw. Und der gegen den Nachfolgenden.

Verurteilt wegen „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ setzte es gestern beim Bezirksgericht Bregenz 720 Euro Geldstrafe. Der Angesprochene nahm das Urteil an und zeigte sich reumütig: „Jeder Mensch macht mal einen Fehler im Leben. Bei mir war es das erste und letzte Mal.“

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier in der aktuellen Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten.

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