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Rekordzahl an Vorarlberger Imkern, Bienenvölker erholen sich

Auch in Vorarlberg haben Imker Probleme.
Auch in Vorarlberg haben Imker Probleme. ©VOL.AT/Schwendinger
Schwarzach - In Vorarlberg geht es den Bienen wieder gut. Noch 2011 halbierten sich die Völker im Land, doch jetzt gibt es so viele Imker wie noch nie. Probleme gibt es dennoch genug.
Egon Gmeiner im Interview
Anstieg von Bienensterben

Wie der Präsident des Vorarlberger Imkerverbandes, Egon Gmeiner, gegenüber VOL.AT bestätigt, geht es den Bienen im Land vergleichsweise gut. “Das Gegenteil haben Bienenzüchter in Amerika und China. Hier müssen Bauern sogar schon von Hand die Bestäubung vornehmen, damit die Erträge nicht ausbleiben”, gibt Gmeiner zu denken. Seuchen und Krankheiten, die zahlreichen Bienenvölkern in der Schweiz gerade zusetzen, sind in Vorarlberg zwar auch ein Problem, der Bestand der Völker wird aber immer größer.

Nach Bienensterben Rekordzahl an Imkern

Dass es den Vorarlberger Bienen so gut geht, war 2011 noch ganz und gar nicht abzusehen. Wegen einem Massensterben überlebten von ursprünglich 12.000 Bienenvölkern gerade einmal 6.000, erklärt Gmeiner: “Durch intensive Bemühungen der Imker und der Unterstützung des Landes sind wir jetzt wieder bei 10.000 Völkern.” So viele Bienenzüchter wie 2014 hat es in Vorarlberg aber noch nie gegeben, 1.200 sind es mit steigender Tendenz. Die Hoffnung zu früheren Zahlen aufschließen zu können ist also berechtigt.

Das Immunsystem der Bienen schwächelt

Trotzdem gibt es für die Bienen auch in Vorarlberg genügend Gründe, warum ganze Völker ohne die Hilfe des Imkers sterben würden. “Zum einen wegen der völlig artfremden Varroa-Milbe, die mit der indischen Biene eine Symbiose hat, unseren aber als Parasit das Leben nimmt. Bei der ersten Kontaktaufnahme mit der Lausart hat damals ein Volk noch bis zu 8.000 Stück des Parasiten überlebt, mittlerweile sind es nur noch 3.000. Schuld ist das schwache Immunsystem der Bienen.”

Neonikotinoide giftiger als verbotene Insektizide

Gründe, warum sich das Immunsystem der Bienen verschlechtert, sind Umweltgifte wie Insektizide, Pestizide und die ausgeräumte Natur. Vor allem die landwirtschaftlichen Betriebe sollten hier vorangehen, bittet Gemeiner um Mithilfe: “Neonikotinoide sollten nicht mehr verwendet werden, denn sie sind 3.000 mal giftiger als das längst verbotene Dichlordiphenyltrichlorethan, kurz DDT. Nicht vorstellbar, was das für Tiere, Boden und Grundwasser bedeutet.”

Blühender Rasen sichert Überleben

Aber auch jeder einzelne Vorarlberger könne den Bienenvölkern helfen: “Indem man von chemischen Spritzmitteln Abstand hält und wenn es nicht unbedingt sein muss, Mittel auf biologischer Basis bevorzugt. Außerdem sollten Gartenbesitzer nie den kompletten Rasen mähen, ein kleiner blühender Streifen hilft unseren Bienen bei der Pollensammlung und sichert ihnen das Überleben.”

Grundlage für 83% der Welternährung

Auch für die Menschheit ist das in den Augen des Imkers überlebensnotwendig: “Die Biene ist nach dem Rind und dem Schwein das drittwichtigste Tier und liefert die Grundlage für 83 Prozent der Welternährung. Allein Rapsbauern haben durch die Hilfe der Bienen bis zu 50 Prozent mehr Ertrag.”

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