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Rekord bei Börsengängen trotz Coronakrise

Für erstes Halbjahr geplante Börsengänge verschoben
Für erstes Halbjahr geplante Börsengänge verschoben ©APA (Archiv/AFP)
Ungeachtet der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Coronavirus-Pandemie hat es im dritten Quartal 2020 einen Rekord bei den Börsengängen gegeben. Das weltweite Emissionsvolumen stieg auf 95 Mrd. Dollar (80 Mrd. Euro), das ist der höchste Stand seit 20 Jahren, wie eine Auswertung des Unternehmensberaters EY zeigt. Wegen der Coronakrise waren viele für das erste Halbjahr geplante Börsengänge verschoben worden.

Insgesamt gab es über den Sommer, von Juli bis September, weltweit 447 Börsengänge. Auch in Europa stieg die Zahl der IPO (Initial Public Offerings), allerdings weniger stark als in China und den USA. "In diesem Jahr ist alles anders", erklärte Gerhard Schwartz von EY Österreich. "Ausgerechnet das traditionell schwache dritte Quartal erweist sich nun als das stärkste des bisherigen Jahresverlaufs." Die Planung eines Börsengangs sei in diesen Zeiten aber eine echte Herausforderung, so Schwartz.

In Österreich gab es im dritten Quartal keinen einzigen Börsengang. Anders sieht es bei Anleihen aus. Hier steuert die Wiener Börse auf ein Rekordjahr zu. Per Ende September seien bereits mehr als 1.900 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 112 Mrd. Euro gelistet, so EY. 78 Prozent der Anleihen wurden von ausländischen Emittenten begeben. Damit avanciere Wien zu einem der schnellst wachsenden Börsenplätze für Anleihen-Emittenten in Europa.

(APA)

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