Reingelegt und abgezockt

Die Kriminalpolizei warnt: "Immer wieder werden uns Fälle von Vorarlbergern bekannt, die im Urlaub Opfer von Ganoven wurden". Sicherheit im Urlaub [217KB]

So heißt es beim kriminalpolizeilichen Beratungsdienst. Falsche Polizisten Die Maschen ändern sich von Saison zu Saison, doch es gibt auch „altbewährte“ Tricks, mit denen Reisende skrupellos hereingelegt werden. Ein tragisches Beispiel ist der Fall des Wiener Pärchens, das Anfang des Jahres in Bolivien umgebracht wurde. Die beiden fielen auf falsche Polizisten herein, die sie in einen Hinterhalt lockten.

Auch der 63-jährige Elmar Sigmund aus Schlins wurde im vergangenen Jahr ebenfalls in Bolivien von einem falschen Polizisten in ein Taxi gelockt und dann ausgeraubt – die „VN“ berichteten. Er kam mit einem gehörigen Schrecken und mehreren tausend Euro finanziellem Schaden davon. Die Polizei warnt außerdem vor „falschen Hilfeleistungen“. Die Täter verursachen auf einer Raststätte einen Schaden am Auto des Opfers und geben vor, helfen zu wollen, wenn der Wagen auf der Autobahn liegen bleibt. Oder sie lenken durch ein brennendes Taschentuch, das sie unter das Kfz werfen, ihre Opfer ab. Unterdessen stehlen sie Taschen und Wertsachen.

Eis-Trick beliebt

Der Rat: man solle „keinem Unbekannten trauen, nur so kurz wie möglich auf Raststätten halten, den Seitenstreifen ganz meiden oder von einer Notrufsäule Hilfe rufen“. Im Sommer ist außerdem der Trick mit dem Eis beliebt. Der Dieb täuscht vor, sein Opfer bekleckert zu haben. Während er beim Reinigen hilft, greift er zu und bestiehlt den ahnungslosen Touristen. Manchmal sind dabei auch Teams am Werk.

Die derzeit beliebten Tricks der „Urlaubsganoven“

  • Die „Rolex-Banden“ treiben vor allem in Mailand, aber auch in anderen größeren Städten ihr Unwesen. Die Räuber kommen im Doppelpack, ihr Ziel sind teure Autos. Der erste Täter verbiegt von einem vorbeifahrenden Motorrad aus den linken Außenspiegel am Wagen des Opfers. Beim Versuch, den Spiegel durch das Fenster gerade zu richten, reißt ein Komplize dem Autolenker von einem nachfolgenden Motorrad aus die Armbanduhr vom Handgelenk.
  • In Spanien sollte man Vorsicht vor Reifenstecher-Banden walten lassen. Diese Kriminellen lenken demnach an einer Ampel ihr Opfer ab, während ein Komplize die Hinterreifen zersticht. Ein falscher Helfer verwickelt die Geschädigten später in ein Gespräch, währenddessen wird das Fahrzeug ausgeräumt.
  • In den vergangenen Wochen sollen zudem vermehrt falsche Polizisten ihr Unwesen treiben, die vorgeben, nach Drogen zu suchen. Dabei stehlen sie Wertsachen aus dem Auto.
Frankreich u.a. Länder
  • In Frankreich werden mitunter parkende Wohnmobile nachts ausgeraubt, nachdem die schlafenden Bewohner mit Betäubungssprays außer Gefecht gesetzt wurden. In Polen, Tschechien und der Slowakei spielen immer noch Fahrzeugdiebstähle eine Rolle. In Polen etwa geben sich Täter als Polizisten aus, die den Wagen „beschlagnahmen“.
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