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Regionalforum: Mehrheit für Straße durchs Ried

Lustenau – Es war kurz nach halb acht, als sich die Türen des Veranstaltungssaals beim neuen Lustenauer Sozialzentrum „Schützengarten“ öffneten. Heraus kamen 21 Damen und Herren, die sich wie ­Dutzende Male zuvor über ein Thema unterhielten und sich engagierte Diskussionen lieferten: über das Verkehrsproblem im unteren Rheintal.
Vorgeschlagene Varianten für Entlastungsstraße
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Ostumfahrung wird zur Option für Lustenau

Forderung nach Favoriten

Zwei Straßenvarianten als Kernstück für eine Verkehrsentlastung waren als heißes Thema übrig geblieben. Und jene, die sich an der gestrigen, vorletzten, Sitzung des Regionalforums im Rahmen des Planungsprozesses beteiligten, sprachen sich mehrheitlich für die Favorisierung der „Z“-Variante durchs Ried aus. Dass dies auch in der Endfassung des Schlussdokuments in entsprechender Form seinen Niederschlag findet, fordert der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer: „Die Ostumfahrung kann nicht gleichwertig neben der ‚Z‘-Variante im Endbericht als Empfehlung angegeben werden. Wir verlangen, dass sie als klarer Favorit eindeutig vermerkt ist.“

Dreijähriger Prozess

Das Schlussdokument als Produkt einer dreijährigen Arbeit mit vielen Diskussionen und Konfrontationen scheint auf alle Fälle noch reparaturbedürftig. „Es steht dort wirklich alles drinnen, bis auf die wichtigen Dinge“, verstieg sich Naturschutzanwältin Katharina Lins zu einer süffisanten Bemerkung. Den Naturschützern, die für eine Ostumfahrung zuletzt Zustimmung signalisiert hatten (die VN berichteten), passt die „Z“-Variante nicht. „Wir glauben ganz einfach nicht, dass all die in Aussicht gestellten Begleitmaßnahmen beim Bau der Riedstraße erfüllt würden“, begründete Naturschutzbund-Obfrau Hildegard Breiner ihre tief empfundene Skepsis gegen eine Straßenverbindung durchs Ried. Für Projektleiter Christian Rankl ist dieses Misstrauen nicht nachvollziehbar. „Es bestünde für den Naturschutz die einmalige Chance, im Sinne eines großen zusammenhängenden Naturraumes verbindliche Management-Regeln vertraglich festzulegen.“ Im Allgemeinen charakterisierte Rankl die Gesprächsatmosphäre als sehr sachlich und konstruktiv. Bis zum 25. Oktober wird er mit dem Redaktionsteam am Schlussdokument des Regionalforums feilen. Dieses wird dann der Landesregierung als Empfehlung für politische Entscheidungen überreicht.

VN / Klaus Hämmerle

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