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Regierungsspitze baut zum 8. Mai auf Europa

Allein die Europäische Union ist für die Regierungsspitze eine Absicherung gegen ein Regime wie jenes des Nationalsozialismus. Das betonten Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai. Betont wurde nicht nur, dass es sich um einen Freudentag handle, auch die Mitverantwortung für Naziverbrechen sowie der Widerstand wurden unterstrichen.
Burschenschaften verdrängt


“Das Schreckensregime des Nationalsozialismus war mit diesem Tag endgültig vorbei”, erinnerte Faymann zu Beginn seiner Rede an die Bedeutung des 8. Mai, der ein “Tag der Befreiung und nicht der Niederlage” sei. Und: “Es gab auch in unserem Land begeisterte Mittäter”, machte der Kanzler deutlich, für eine nicht kleine Zahl sei “das Bekenntnis gegen Faschismus und politische Gewalt kein Lippenbekenntnis” gewesen, ehrte er auch die Widerstandskämpfer.

Der 8. Mai markiere allerdings auch “die Stunde Null für Europa”, so Faymann, die europäische Einheit sei zudem die “einzige Antwort” auf ein Regime wie jenes des Nationalsozialismus. Auch Spindelegger legte den Fokus seiner Rede auf den europäischen Gedanken und zur “Wertegemeinschaft” der EU. Diese sei “die beste Garantie, dass sich das nie mehr wiederholen kann.”

Zudem sei der Erweiterungsprozess noch nicht abgeschlossen, auch in Osteuropa könne die Gemeinschaft mehr Stabilität bringen. “Das europäische Sozialmodell ist einzigartig auf dieser Welt”, meinte der Vizekanzler, es liege in der Verantwortung der nächsten Generationen, den europäischen Gedanken – trotz aller Krisen – weiterzudenken.

Ari Rath, der langjährige Chefredakteur und Herausgeber der “Jerusalem Post”, lobte die erstmalige Einrichtung einer Mahnwache vor der Krypta am Heldenplatz durch Verteidigungsminister Klug. Dies sei die “klare Antwort” auf das seit Jahren umstrittene “Totengedenken” von Burschenschaftern an diesem Ort.

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