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Rege Aktivitäten an den Grenzen

Zollamt Höchst in der Früh an einem Werktag: Die Schwerfahrzeuge stecken im Stau.
Zollamt Höchst in der Früh an einem Werktag: Die Schwerfahrzeuge stecken im Stau. ©VOL.AT/ Hofmeister
Schwarzach (VN-hk) - Maria Fekters Anfragebeantwortung auf Vorarlberger Zollprobleme scheidet die Geister.
Fekters Anfragebeantwortung

Eine Stunde weniger haben die Zollämter von Höchst und Meiningen seit Kurzem für die Abfertigung des Güterverkehrs offen. Getroffen wurde diese Maßnahme vom Zollamt Feldkirch/Wolfurt wegen des Spardrucks. Mehrdienstleistungen sollen dadurch eingespart werden. Die Vorarlberger Exportwirtschaft reagierte auf die Einschränkung des Zollbetriebs empört. Einfuhr und Ausfuhr würden erschwert, zudem schaffe die neue Regelung noch mehr Verkehrsprobleme.

„Hungerlohn“

In einer Anfragebeantwortung u. a. an den Vorarlberger Bundesrat Magnus Brunner (39) spricht Finanzministerin Maria Fekter (56) nun von bedarfsgerechter Zuteilung von Überstunden und auch davon, acht neue Mitarbeiter noch im Jahr 2012 bei der Zollverwaltung einzustellen. Ebenso möchte sie die Zollstellen Tisis und Lustenau, die Bahnstrecken Buchs und St. Margrethen sowie die Seehäfen von Hard und Bregenz bis 2014 sukzessive wieder der Zollverwaltung zuführen. „Das sind untaugliche Maßnahmen“, glaubt der Experte aus der Wirtschaftskammer. Man brauche die Gewährung von Überstunden für die Zöllner. „Weil für den angebotenen Hungerlohn lassen sich kaum acht gute Zoll-Mitarbeiter finden“, kommentiert ein Mitarbeiter der WK Vorarlberg die geplante Maßnahmen. „Was hilft, ist allein die Ausbezahlung von Überstunden. Wir haben gute Zöllner. Die würden gerne mehr arbeiten und mehr verdienen.“ Nicht unzufrieden mit der Anfragebeantwortung von Maria Fekter ist Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser (57). „Es ist dies ein positives Signal“, kommentiert Rüdisser die Anfragebeantwortung. „Sie hat für Zollaufgaben acht zusätzliche Mitarbeiter zugesagt. Und auch wenn das noch ein wenig dauern wird, bis diese rekrutiert sind – das klingt aufs erste nicht schlecht. Zumal auch die Gewährung von Überstunden in Aussicht gestellt wurde“, argumentiert Rüdisser.

Verkehrsproblem

Zu entschärfen gilt es auch die zum Teil dramatische Verkehrs- und Stausituation an den heimischen Transitzollstellen. Vor allem am Grenzübergang Höchst–St. Margrethen kommt es an Werktagen regelmäßig zu Staus, die zum Teil bis nach Fußach reichen. Und auch wenn es am gestrigen Dienstag nach Ostern vor dem Zollamt Höchst über­raschend moderat zuging, sagt der frühere Zöllner und jetzige Polizist Edmund ­Peitler (58): „Wir würden doppelt so viel Personal brauchen, um den Verkehr vor der Grenze in Höchst effizienter zu regeln.“

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