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Red Bull verlieh auch dem Staatsanwalt Flügel

Bei einem Einbruch in ein Wohnhaus in Feldkirch hatte der Kriminaltourist aus dem Kosovo im März 2013 eine Red-Bull-Dose zurückgelassen.
Bei einem Einbruch in ein Wohnhaus in Feldkirch hatte der Kriminaltourist aus dem Kosovo im März 2013 eine Red-Bull-Dose zurückgelassen. ©VOL.AT/Hronek
Einbrecher wurde überführt, weil er eine gestohlene Getränkedose mit seinen DNA-Spuren an einem Tatort zurückgelassen hatte.

Red Bull verleiht Flügel, auch der Staatsanwaltschaft Feldkirch. Die Strafverfolgungsbehörde konnte einen Einbrecher dank des Energydrinks überführen. Bei einem Einbruch in ein Wohnhaus in Feldkirch hatte der Kriminaltourist aus dem Kosovo im März 2013 eine Red-Bull-Dose zurückgelassen. Auf der Dose wurden seine DNA-Spuren festgestellt. Das Getränk hatte der Täter zuvor in derselben Nacht bei einem Einbruchsdiebstahl in einem anderen Haus in Feldkirch gestohlen.

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde gestern am Landesgericht Feldkirch zu einer Zusatzstrafe von 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Vom Schuldspruch umfasst waren vier Einbrüche an zwei Tagen in Vorarlberg. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Judith Oberauer ist rechtskräftig. Der von Kurt Flatz verteidigte Untersuchungshäftling, der sämtliche Tatvorwürfe bestritt, und Staatsanwalt Karl Wild verzichteten auf Rechtsmittel.

Bei der Strafbemessung war Rücksicht zu nehmen auf die Verurteilung des Ausländers in Liechtenstein am 4.3.2015 zu 13 Monaten Haft wegen eines Einbruchs, Geldwäsche und Hehlerei. Damit hatte das Feldkircher Gericht gestern diese Frage zu beantworten: Um wie viel höher wäre die Strafe ausgefallen, wenn im Vorjahr in Vaduz schon über die gestern angeklagten Delikte von 2013 mitverhandelt worden wäre?

Freigesprochen wurde der 41-Jährige am Dienstag von den sechs angeklagten Einbrüchen im Burgenland vom März 2013. Bei Tatorten im Burgenland waren DNA-Spuren jenes unbekannten Mittäters sichergestellt worden, die auch bei den Taten in Vorarlberg gefunden worden waren. Für die burgenländischen Einbrüche sei gegen den Angeklagten kein Schuldnachweis möglich, sagte Richterin Oberauer.

Auslieferung in die Schweiz

Anklage erhoben hatte die Staatsanwaltschaft wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahls mit einer Beute von 5100 Euro. Dafür beträgt der Strafrahmen ein bis zehn Jahre Gefängnis. Das Gericht nahm auch wegen den seit Jahresbeginn täterfreundlicher gewordenen Bestimmungen zur Gewerbsmäßigkeit aber nur noch den Tatbestand des Einbruchsdiebstahls in eine Wohnstätte mit einem Strafrahmen von sechs Monaten bis fünf Jahren Haft an.

Wahrscheinlich noch vor der Verbüßung der gesamten 15 Haftmonate wird der Kriminaltourist in die Schweiz ausgeliefert werden. Die Schweiz, die ihn schon vier Mal verurteilt hat, legt dem Kosovaren neuerlich Einbrüche zur Last.

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