Red-Bull-Drehscheibe in Ludesch

Ein riesiges Logistikzentrum, das sie zur Gänze an die Quehenberger Logistik mit Sitz in Bergheim b. Salzburg vermietet, errichtet seit Herbst letzten Jahres die Tomaselli Ludesch GmbH.

Gebaut wird im Bereich der ehemaligen Zement- und Kalkwerke Ludesch. Quehenberger seinerseits, Teil des Thiel-Konzerns wie z. B. Delacher Logistics auch, wird das Terminal für Lagerung, Kommissionierung und Versand von Red Bull-Produkten verwenden, die in nicht einmal einem Kilometer Entfernung von der Fa. Rauch (Werk Nüziders) erzeugt werden.

„Wir haben das zwischen ÖBB-Trasse und Gewerbezone situierte Areal vor gut fünf Jahren von der Transbeton Nüziders erworben, um seine optimalen Verkehrsanbindungen ebenso zu nützen wie die Ferne von Wohngebieten. Wir verwirklichen derzeit Bauabschnitt 1 bestehend aus Kopfbau, drei Lagerhallen und Umkehrhalle. Die Baukörper sind so konzipiert, dass – sollte die jetzt vereinbarte Widmung aus welchem Grund immer eines Tages obsolet werden – jede Halle für sich von anderen Mietern als Produktionsstätte genutzt werden kann.“ Das erklärte gestern Bmstr. Ing. Lothar Tomaselli, Chef der als Generalunternehmung betrauten Tomaselli Bau GmbH Nenzing wie der Objekteignerin Tomaselli Ludesch GmbH, am Sitz des planenden Architekten.

Dieser, Dipl.-Ing. Eckhard Amann vom Architekturbüro Rainer + Amann Feldkirch, nannte vor allem vier Kriterien, die hier als Herausforderungen zu bewältigen waren. So galt es, die Konzeption 100-prozentig Lkw- und ÖBB-kompatibel vorzusehen, um bei Bedarf zu 100 Prozent mit einem Verkehrsträger operieren zu können. „Die Verkehrsbelastung für die Umgebung wurde – dank Einbindung von Anrainern, Gemeinde und Behörden vom ersten Planungsstadium an – auf ein Minimum gedrosselt. Überhaupt wurden sämtliche Verfahren und Genehmigungen, von Lärm über Verkehr bis zu sonstigen Belangen, schon für den ersten Bauabschnitt so angelegt, dass auch dem geplanten zweiten Abschnitt Genüge getan ist“, sagt Amann. Zudem wird das gesamte Gelände über nur eine Zufahrt erschlossen und kontrolliert. „Es geht um Lebensmittel. Da muss jeder unbefugte Zugriff verunmöglicht werden“ (Amann)

Wie der als „Verbindungsmann“ zwischen Tomaselli / Rainer + Amann und Quehenberger / Red Bull fungierende Ing. Mag. Georg K. Motz, ein Tiroler Unternehmensberater, auf erklärte, werden schon bei Inbetriebnahme der ersten Bauetappe – im Kalender steht der 1. Juli 2006 – 50 Quehenberger-Beschäftigte in Ludesch ihren Arbeitsplatz haben. „Unser neues LCL (Logistic Center Ludesch) ist so ausgelegt, dass man gleichzeitig neun Lkw und sieben Bahnwaggons be- und entladen kann“, deutete Motz die hier realisierten Kapazitäten immerhin an.

Dieses als Europa-Verteilzentrale für Red Bull geplante Logistikzentrum ist auch Pufferlager für die Märkte Österreich / Deutschland. Die als eigenständige Brandabschnitte ausgeführten Hallen verfügen über Verladerampen Richtung Gleis bzw. je drei Andockstellen zur eigenen Betriebszufahrt.

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