Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Red Bull braucht für Spielberg-Double Glück und Hitzechaos

Vorjahressieger Max Verstappen
Vorjahressieger Max Verstappen ©APA
Um seinen Vorjahressieg auf dem Red Bull Ring in Spielberg wiederholen zu können, braucht Max Verstappen wohl wieder "ein bisschen Glück". Mercedes diktiert in der Formel 1 aktuell das Geschehen, für Red Bull Racing wäre das Erwarten eines erneuten Erfolgs daher "etwas optimistisch", wie Helmut Marko am Mittwoch in Graz erklärte. Sein Hoffnung: Die Hitze soll das Feld durcheinandermischen.

"Aus eigener Kraft können wir es nicht gewinnen, aber es gibt Umstände wie diese unglaubliche Temperatur", sagte der Motorsport-Berater des Rennstalls bei einem öffentlichen Medientermin auf dem Schloßberg. "So hohe Temperaturen haben wir heuer noch nirgendwo gehabt." Das habe Auswirkungen auf Bremsen, Motorkühlung und die Reifen. "Eventuell muss man Karosserieteile verändern oder aufschneiden", betonte er. Summa summarum "ist unsere Hoffnung, dass da ein paar Unwägbarkeiten ins Rennen kommen".

Auch Verstappen, der 2018 von Ausfällen der Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas profitierte, weiß, dass Red Bull Racing nach acht WM-Läufen vom Grundspeed her nicht mit den "Silberpfeilen" mithalten kann. "Wir verlieren noch immer zu viel auf der Geraden, und in den Kurven ist es nicht so wie letztes Jahr, dass wir einen Vorteil hatten gegenüber Mercedes und Ferrari. Ich erwarte sowieso ein schwieriges Wochenende", gestand er. "Aber wir werden natürlich alles machen, um ein gutes Resultat zu holen am Sonntag."

Zweimal stand der 21-jährige Niederländer heuer als Drittplatzierter am Podest - eine noch bescheidene Ausbeute, wenn man bedenkt, dass Marko vor Saisonbeginn mit zumindest fünf Red-Bull-Siegen 2019 spekuliert hatte. Bei Verstappen scheint der Glaube ungebrochen, im Team arbeite man kontinuierlich an Updates. "Ich habe viel Vertrauen, dass die auch kommen in den nächsten Rennen und dass wir dann auch richtig um das Podium kämpfen können, und hoffentlich auch um den Sieg." Zuletzt am Sonntag gab es in Le Castellet wieder einmal Rang vier.

Ein Manko hat Marko offenbar punkto Motorleistung ausgemacht. Red Bull ist im ersten Jahr der Partnerschaft mit Honda, der Anschluss an Mercedes und Ferrari ist aber noch nicht gelungen. "Mit den Updates sind wir gegenüber den anderen Motorherstellern etwas zurückgefallen", räumte der Ehrenbürger der Stadt Graz ein. "Wir versuchen jetzt, mit unseren japanischen Partnern ein bisserl mehr Risiko einzugehen. Das ist halt schwierig, die haben eine andere Kultur, eine andere Denkungsweise. Aber vom nächsten Motor erwarten wir uns eine deutliche PS-Steigerung." Wann der kommt, ist offen.

Trotz der nicht optimalen Vorzeichen ist der Glaube an einen weiteren Triumph in der Steiermark intakt. "Max holt das Double", kündigte der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) vollmundig an. Marko pflichtete bei: "Ich schließe mich dem an. Das ist vielleicht etwas optimistisch, aber vielleicht schaffen wir das." Abseits von der sportlichen Action hofft man bei Red Bull auf ein weiteres Zuschauerplus. "Wir hoffen, dass wir die 200.000 Zuschauer überspringen werden", sagte Marko.

Das Pressegespräch vor dem Red-Bull-Heimrennen fand in einer außergewöhnlichen Location für einen solchen Anlass statt. Verstappen war kurz vor 12.00 Uhr vom Karmeliterplatz den Schloßberg hinauf gefahren, und zwar direkt in die Freilichtbühne Kasematten. Dabei hüllte er die Umgebung in eine mächtige Geräuschkulisse, schließlich pilotierte er einen RB7 aus dem Jahr 2011, als der Formel-1-Sound dank V8-Motor noch um einiges brachialer daherkam.

"Ich glaube, sportlich ist das eines der wertvollsten Events", befand Marko und berichtete von der Streckenbesichtigung mit Verstappen in der Früh. "So einen steilen Berg gibt es in ganz Holland nicht. Da hat er geschaut." Das damalige Weltmeister-Gefährt von Vettel wurde maximal in die Höhe getrimmt, um die Unebenheiten auffangen zu können. "Es war ein bisschen 'bumpy', aber es war natürlich etwas Besonderes", meinte Verstappen nach knapp einer Minute Fahrzeit.

(APA)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Formel1
  • Red Bull braucht für Spielberg-Double Glück und Hitzechaos
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen