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Red Bull bleibt "unabhängig"

Einen Tag nach dem "Ausscheren" von Red Bull Racing aus der Front der sieben Michelin-Teams bei der Sitzung des FIA-Weltrats in Paris erklärte Sportdirektor Christian Horner in Magny-Cours die Gründe.

Die österreichisch-britische Mannschaft wird sich selbstständig verteidigen, nicht auf den gemeinsamen Anwalt der anderen sechs “Angeklagten” zurückgreifen und auch in Hinkunft einen eigenständigen Weg gehen: “Warum wir uns der Berufung der anderen Teams nicht anschlossen, ist einfach zu erklären: Es gab de facto noch kein gültiges Urteil, also kann ich als nicht Verurteilter auch nicht gegen einen Spruch in Berufung gehen. Wir wollen von der FIA genauere Aufschlüsse über das weitere Procedere haben, deshalb warten wir ab.”

Dass es unter den Michelin-Teams schon Gespräche über eine Kompensation der Fans gebe, verneinte Horner: “Das wird wohl allein am Verursacher Michelin hängen bleiben”. Der Engländer bestätigte, dass sein Team auf Grund der Vertragssituation gar keine andere Wahl gehabt hätte als den Anweisungen von Michelin strikt zu folgen. Eine Klage gegen die Franzosen wegen der Anlieferung von untauglichem Material sei aber kein Thema, erklärte Horner. Teambesitzer Dietrich Mateschitz hatte zuvor festgestellt, der eigenständige Weg vor der FIA sei nicht als Indiz zu interpretieren, dass sich Red Bull Racing von der Zusammenarbeit mit Michelin verabschieden würde und sich einem Vertrag mit Bridgestone als Reifenpartner nähere – obwohl die Entscheidung für 2006 schon in den nächsten Wochen fallen muss.

Christian Klien – der laut Horner vorerst einmal bis Budapest (31. Juli) das zweite Renncockpit sicher hat – konzentriert sich voll auf den Frankreich-GP: “Wir waren hier schon mit Jaguar näher an der Spitze, ich glaube, dass wir hier ganz gut aussehen könnten.” Neuerliche Reifenprobleme schließt der Hohenemser “völlig aus. Wir haben vorige Woche bei den Tests in Jerez bei 38 Grad ausgiebig getestet.” Am ersten Trainingstag bekommen Klien, David Coulthard und Tonio Liuzzi heute Besuch von “Teamkollegen”: Trainer Kurt Jara und die gesamte Mannschaft von Red Bull Salzburg werden von Mateschitz mit der luxuriös modernisierten DC-6 der Flying Bulls nach Magny-Cours geflogen.

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