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Reaktionen: "Sozialbericht ist Alarmsignal"!

Grüne und SP sehen sich in ihren Forderungen bestätigt.
Grüne und SP sehen sich in ihren Forderungen bestätigt. ©Symbolbild/Bilderbox
Die Grünen begrüßen den Sozialbericht der Caritas als klares Signal an die politisch Verantwortlichen, sozialpolitische Herausforderungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Grünen sehen den Sozialbarometer als klaren Auftrag an die handelnde Politik. Besonders wichtig sei es, den Zusammenhang zwischen Bildung, Berufsperspektive und Chancen zur sozialen Absicherung zu erkennen. “Der Ruf der Caritas nach der Gemeinsamen Schule und der verschränkten Ganztagsschule tut der aktuellen politischen Debatte äußerst gut. Nach der Wirtschaft meldet sich damit die nächste gesellschaftspolitisch sehr relevante Gruppe mit klaren Forderungen zu Wort”, meint die Bildungs- und Sozialsprecherin der Grünen, LAbg. Katharina Wiesflecker. Sie sieht sich deshalb in ihrem Ruf nach dem Ausbau von Gesamtschulen bestätigt.

Aufhorchen lasse auch die Aussage der Caritas-Verantwortlichen, dass sich etwa 30 – 40% der Menschen in Vorarlberg in einer so genannten “versteckten Armut” befinden, d. h. dass diesem Menschen mit dem Gehalt nicht über die Runden kommen, nichts sparen können und große Probleme haben, wenn eine Sonderausgabe auf sie zukommt. Dass dabei die Wohnkosten eine erhebliche Rolle spielen, werde dadurch deutlich, dass die unteren Einkommensbezieher die Hälfte für Wohnen ausgegeben müssen. “Es war goldrichtig, dass die Opposition gefordert und durchgesetzt hat, dass im kommenden Jahr deutlich mehr in den sozialen und integrierten Wohnbau investiert wird.”

In diesem Zusammenhang sei die klare Forderung an die Wirtschaft auch richtig, ebenfalls einen Beitrag gegen Armut zu leisten, nämlich in Form eines Mindestlohns von 1.300,– Euro. “Eine längst überfällige Sache in einem Land mit so hohen Lebenshaltungskosten”, so Wiesflecker abschließend.

SPÖ: “ÖVP muss agieren statt reagieren”

In die selbe Bresche schlägt auch Reinhold Einwallner, Geschäftsführer der SPÖ Vorarlberg: „Das Auseinandergehen der sozialen Schere ist schon länger offensichtlich. Frauen werden viel schlechter bezahlt als in anderen Bundesländern und die Wohnkosten sind außergewöhnlich hoch. Darum sind uns der Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus, ein Mindestlohn von 1.500 € und die Millionärsabgabe so wichtige Anliegen“.

Die ÖVP habe diese Forderungen immer blockiert, kritisiert der Sozialdemokrat. Die Landesregierung sei damit einmal mehr zum Handeln aufgefordert: „Hier geht es nicht mehr um eine abstrakte parteipolitische Frage. Denn die Not vieler Vorarlberger ist konkret. Für die ÖVP muss es jetzt heißen: Agieren statt blockieren.“ Einwallner meint damit etwa die “ablehnende Haltung des Landshauptmanns bei der Millionärsabgabe.” Oder auch die Tatsache, dass es in fast der Hälfte der Vorarlberger Gemeinden noch keine gemeinnützigen Wohnungen gibt. „Hier muss man einfach nur die Ärmel hochkrempeln und arbeiten“, so Einwallner.

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