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Rückgang der Kriminalität

Wien, Schwarzach - Die jüngsten Kriminalitätszahlen zeigen es: Die Kriminalität ist in den Monaten Jänner bis April 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent österreichweit zurückgegangen.

Wurden im vorigen Jahr noch 199.450 Straftaten zur Anzeige gebracht, so waren es heuer 185.632.

Die Aufklärungsquote von 38,4 Prozent konnte im Vergleich zum Vorjahr (38,6 %) praktisch gehalten werden.

Besonders erfreulich ist, dass dieser Trend in allen Bundesländer zu verzeichnen ist. Die durch die Schengenöffnung betroffenen Bundesländer können einen überdurchschnittlichen Rückgang verzeichnen. In Vorarlberg ist die Kriminalität um 4 Prozent zurückgegangen.

Bundesminister Günther Platter legt wenige Wochen vor Beginn der Fußballeuropameisterschaft großen Wert darauf, dass speziell in den Spielorten Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt schon jetzt entsprechende Strategien zur Bekämpfung von Kriminalität während der Fußballveranstaltung ausgearbeitet werden. Umso erfreuter zeigt sich Platter, dass in der Stadt Salzburg die Kriminalität um -19,1 %, in Innsbruck um -13,7 %, in Klagenfurt um -11,4 % und in Wien um -2,7 % gesenkt werden konnte.

Fakten und Analysen zum Thema Sexualdelikte und familiäre Gewalt

Durch die Vorkommnisse der letzten Tage wurde die Diskussion betreffend Gewalt in der Familie und strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität wieder lauter. Gehören diese Delikte zwar nicht zu den so genannten Massendelikten (Sittlichkeitsdelikte machen 0,68 Prozent der Gesamtkriminalität in Österreich aus), wird jeder einzelne Fall in der Öffentlichkeit besonders wahrgenommen.

Im Jahr 2007 wurden insgesamt 4037 Sittlichkeitsdelikte angezeigt und 3137 aufgeklärt. Die sehr hohe Aufklärungsquote von 77,7 Prozent hängt unter anderem damit zusammen, dass moderne Ermittlungsmethoden, wie der Einsatz von DNA, zur Ausforschung von immer mehr Tätern führen. Weiters ist der Umstand, dass es sich sehr oft um “Beziehungstaten” handelt ebenfalls für die Kriminalisten von Bedeutung.

Im Zeitraum von 2001 bis zum Jahr 2007 ist ein Anstieg dieser Delikte von insgesamt 16,38 Prozent zu verzeichnen. Dies ist aber nicht unbedingt auf einen Anstieg dieser Delikte zurückzuführen. Vielmehr hat die Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und aller betroffenen Einrichtungen dazu geführt, dass das Thema Sexualdelikte und familiäre Gewalt sensibilisiert wurde und zu einem aktiveren Anzeigeverhalten der Opfer geführt hat.

Eine reale Zunahme von Straftaten im Bereich Sittlichkeit ist im Bereich Pornografische Darstellung Minderjährige in den letzten Jahren zu verzeichnen. Durch das vermehrte Verwenden von Internet ist ein globaler Anstieg zu beobachten. In Österreich wurden im letzten Jahr (2007) insgesamt 504 Personen angezeigt – im Vergleich zu 2006 waren es 240. Diese Anzeigen waren das Ergebnis von internationalen Operationen im Bereich der Bekämpfung der Kinderpornografie mit Interpol, Europol, FBI. usw.. Durch die Koordinierung der im Bundeskriminalamt eingerichteten Meldestelle für Kinderpornografie konnten diese Einzelfälle erkannt und zielgerichtet aufgearbeitet werden.

Bei den 3137 aufgeklärten Sexualdelikten 2007 wurden insgesamt 3494 Täter/Mittäter ausgeforscht und konnten insgesamt 3137 Fälle geklärt werden. Dabei handelt es sich großteils um männliche Personen zwischen 25 und 40 bzw. älter:

Jedes einzelne dieser abscheulichen Verbrechen ist zuviel. Aus diesem Grunde wurde unter anderem in die Prävention bei Sexualdelikten und familiärer Gewalt seitens der Polizei investiert. Alleine im Jahr 2007 wurden insgesamt 140 Beamte für Präventionsarbeit in diesem Bereich ausgebildet. Schwerpunkt in deren Wirken liegt in der Aufklärung zur Verhinderung des Opferwerdens. Hier sind nicht nur potentielle Opfer angesprochen, sondern vor allem auch Eltern, Lehrer und Freunde.

Quelle: BMI

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