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Raus aus Öl! Rein in? Alternativen im Check

Energieträger locker. Wie viel Förderung ist für welche Alternative zu Öl wirklich zu holen? Vier Beispiele.
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Grundsätzlich ist der Zugang zu den Förderungen von Bund und Land relativ einfach. Ein paar Dinge gilt es aber auf alle Fälle zu beachten, um überhaupt in den Genuss der Förderungen zu kommen. Die gute Nachricht: Landes- und Bundesförderung können unabhängig voneinander in Anspruch genommen werden.

Grundlegende Fördervoraussetzungen. Bund und Land fördern den Ausstieg aus Öl im Gebäudebestand, wenn die Häuser älter als 20 Jahre sind. Entscheidend dabei ist das Datum der Baugenehmigung. Gefördert wird der Umstieg auf erneuerbare Energieträger wie Holz, Pellets oder Erdwärme.

Dabei muss das neue System bestimmte Standards einhalten und die Ölheizung muss nachweislich entfernt werden. Sowohl beim Bund als auch beim Land sind die Förderungen mit 25 bis 35 Prozent der Investitionskosten gedeckelt. In der Praxis kommt der Deckel aber kaum zum Tragen, und es können die vollen Fördersummen gewährt werden.

Wesentliche Förderunterschiede zwischen Bund und Land. Der wichtigste Unterschied: Die Bundesförderung ist kontingentiert. Ist das Budget erschöpft, gibt es keine Förderung mehr. Das Land fördert auf alle Fälle bis Ende 2019. Der Bund verlangt zumindest ein Beratungsprotokoll (oder einen gültigen Energieausweis). Das Beratungsprotokoll des Gebäudechecks vom Energieinstitut Vorarlberg genügt diesen Anforderungen, der Check kostet 50 Euro Selbstbehalt. Während der Bund 5000 Euro Barzuschuss gewährt (6000 Euro, wenn gleichzeitig thermisch saniert wird), ist die Landesförderung abhängig vom Energiebedarf des Gebäudes abgestuft. Sie liegt zwischen 1500 und 3500 Euro plus 2500 Euro „Förderbonus Altbau“. Auch noch wichtig: Im Gegensatz zum Bund fördert das Land keine Luftwärmepumpen.

Erstes Beispiel: Öl auf Stückholz. Annahme: Unsaniertes Bestandsgebäude aus den 70ern. Umstieg von Öl auf Stückholz. Förderung: 9000 Euro plus Gemeindeförderung. In diesem Fall fördert der Bund mit 5000 Euro und das Land mit 4000 Euro. Die Landesförderung setzt sich aus 1500 Euro Energieförderung in der Basis­stufe für die Holzheizung und 2500 Euro „Förderbonus Altbau“ zusammen. Rund 30 Vorarlberger Gemeinden stocken die Landesförderung um einige hundert bis über
1000 Euro auf.

Zweites Beispiel: Öl auf Erdwärme. Annahme: Umstieg von Öl auf eine Erdreich-Wärmepumpe im Zuge einer Gebäudesanierung auf sehr gutes energetisches Niveau. Förderung 12.000 Euro plus Sanierungsförderung. In diesem Fall fördert der Bund mit 6000 Euro (5000 Euro Basis plus 1000 Euro Sanierungsbonus) und das Land ebenfalls mit 6000 Euro (3500 Euro Energieförderung in der Bonusstufe 2 für die Wärme­pumpe und 2500 Euro „Förderbonus Altbau“). Die Sanierungsmaßnahmen werden über die Wohnbauförderung und den Sanierungsscheck des Bundes zusätzlich gefördert.

Drittes Beispiel: Öl auf Luftwärme­pumpe. Annahme: Unsaniertes Bestandsgebäude, Ende 80er. Umstieg von Öl auf eine Luftwärmepumpe. Förderung: 5000 Euro. In diesem Fall fördert der Bund mit 5000 Euro. Das Land fördert keine Luftwärmepumpen. Daher gibt es auch keinen „Förderbonus Altbau“ vom Land. Aufgrund der geringen Effizienz der Luftwärmepumpe im unsanierten Bestand ist von dieser Lösung ohnehin eher abzuraten.

Viertes Beispiel: Öl auf Pellets. Annahme: Umstieg von Öl auf Pellets im Zuge einer Gebäudesanierung auf gutes energetisches Niveau. Förderung: 11.000 Euro plus Gemeindeförderung. In diesem Fall fördert der Bund mit 6000 Euro (5000 Euro Basis plus 1000 Euro Sanierungsbonus) und das Land mit 5000 Euro (2500 Euro Energieförderung in der Bonusstufe 1 für die Pelletsheizung und 2500 Euro „Förderbonus Altbau“). Rund 30 Vorarlberger Gemeinden stocken die Landesförderung um einige hundert bis über 1000 Euro auf. Die Sanierungsmaßnahmen werden über die Wohnbauförderung und den Sanierungsscheck des Bundes zusätzlich gefördert.

Aktuelle Informationen zu allen denkbaren Förderfällen haben die Experten am Energietelefon im Energieinstitut Vorarlberg parat. Sie sind kostenlos unter 05572 31202-112 erreichbar.

Mehr Infos

  • Wissenswertes zum Umstieg, alle ­Beratungsangebote und alle Links zu Förderdetails und Antragsstellung bei Bund und Land finden Sie auf energieinstitut.at/raus-aus-oel

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