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Raucherdebatte spaltet Vorarlberg

Schwarzach - Ob es nun um das schwammige Rauchverbot in Lokalen oder das teilweise nicht eingehaltene Rauchverbot an Schulen geht - die Raucherdiskussion erhitzt auch im Ländle die Gemüter. Gegner und Befürworter liefern sich in den VOL.AT-Foren hitzige Duelle.
Illegale Raucherräume an Schulen
Zug um Zug zum Rauchverbot
Zu viel Rauch in Ländle-Lokalen

„Auch wenn es der letzte ignorante Nikotinsüchtige noch nicht kapiert hat. Rauchen stinkt und ist ekelhaft“, poltert User Nocomment1. Und meint weiter: „Freiheit hat immer da Schranken, wo das Schutzbedürfnis des Nächsten beginnt.“
Die Befürworter des Verbotes beklagen sich meist darüber, dass sie als Passivraucher den Qualm in Lokalen ebenfalls einatmen müssen. Auch die Lehrer bekommen ihr „Fett weg“, hat doch gerade der VOL.AT-Artikel über „illegale Raucherzimmer an Vorarlberger Schulen“ für eine Welle der Empörung gesorgt. Den Lehrern wird vorgeworfen,  ihre Vorbildwirkung gegenüber den Schülern mit Füßen zu treten.

Raucher fühlen sich verfolgt: „Mir reicht es langsam“

Die Raucher hingegen fühlen sich diskriminiert – und verfolgt. User Xi-Berg meint: „Die Nichtraucher sollen den Rauchern doch wenigstens ein paar Kneipen lassen. Es gibt schon genug Nichtraucherlokale. Mir als Raucher reicht es langsam. Haben die etwa mehr Rechte als wir? Die Verfolgung und Unterdrückung muss aufhören!“

Mit einer Idee lässt User k98 aufhorchen. „Gründen wir doch private Raucherclubs, wo Nichtraucher nur nach Unterweisung auf ihre Gefährdung Zutritt haben. Es gibt wohl keine andere Lösung. Dann hört wenigstens diese Hetze auf“, so k98 im VOL.AT-Forum.

Tabaksteuer polarisiert

Daneben wird auch die Tabaksteuer heftig diskutiert. Raucher argumentieren, dass der Staat ohne diese Einnahmen ein großes Problem hätte. „Mit den Einnahmen aus der Tabaksteuer finanzieren wir die Nichtraucher mit“, meint dazu User moonshine1.
Andere Diskussionsteilnehmer sehen das wiederum anders. Die Nichtraucher argumentieren mit den horrenden Gesundheitskosten, die Raucher durch ihre Nikotinsucht selbst verschulden. Diese wären durch Steuern nicht gedeckt. Auch Ärztekammerpräsident Michael Jonas spricht sich klar für eine Erhöhung der Tabaksteuer aus, vor allem auch, „um unsere Kinder vor dieser Sucht zu schützen und abzuschrecken“.

(VOL.AT/Robert Blum)

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