Rauchen: Neue aks Infoline

Bregenz - Die aks Gesundheitsvorsorge begrüßt den Vorstoß der EU für ein generelles Rauchverbot. "Passivrauchen ist ein enormes Gesundheitsrisiko."

“Gegen das Passivrauchen können die Betroffenen selbst kaum etwas tun”, kritisiert Mag. Alexandra Wucher, Leiterin der aks-Gesundheitsvorsorge. PassivraucherInnen nehmen nur etwa 20% weniger Rauch auf als RaucherInnen selbst.

Rund die Hälfte aller NichtraucherInnen ist zu Hause, in Gaststätten oder am Arbeitsplatz unfreiwillig regelmäßigem Tabakrauch und damit einem enormen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Ohne selbst zu rauchen, können so die gleichen akuten und chronischen Erkrankungen auftreten wie bei RaucherInnen. Auch bei PassivraucherInnen steigt das Risiko für Atemwegserkrankungen, Schlaganfall, Herzkrankheiten und Lungenkrebs deutlich.

Jedes zweite Kind betroffen

Besonders beunruhigend ist, dass in Vorarlberg jedes zweite Kind regelmäßig Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Das Gesundheitsrisiko für Kinder ist enorm und reicht von Störungen des Allgemeinbefindens, wie Bauchweh, Schwindel, Kopfschmerzen über ein bis zu 16fach erhöhtes Risiko für plötzlichen Kindstod bis zu Erkrankungen der Atemwege und Entwicklung von Asthma. „Rauchen in der Gegenwart von Kindern ist Körperverletzung!“ stellt Wucher klar.

Ein guter Zeitpunkt für’s Aufhören

„Die Diskussion um ein generelles Rauchverbot ist eine gute Gelegenheit, das eigene Rauchverhalten zu überdenken“, rät Alexandra Wucher. Aufhören zu Rauchen kann ein längerer Prozess sein. Untersuchungen zeigen, dass mehrere Versuche die Aussicht auf den endgültigen Erfolg steigern. Im Durchschnitt braucht es fünf Versuche, um dauerhaft rauchfrei zu werden.

Rauchfrei Infoline

Der aks bietet ab sofort Montags von 9-11 Uhr unter der Telefonnummer 055 74 / 64 570 eine „Rauchfrei Infoline“ an, die RaucherInnen unverbindliche Informationen zu allen Fragen rund um das Thema bietet. „Bei der Infoline erhalten Sie Rat und Hilfe, ohne sich gleich für einen Kurs anmelden zu müssen“, erklärt Alexandra Wucher.

Rauchfrei-Kurse

Für alle, die schon einen Schritt weiter sind und den Glimmstängel endgültig aus der Hand legen wollen, gibt es die aks-Rauchfrei-Kurse, die in allen Bezirken stattfinden. „Unsere TrainerInnen sind die ersten in Vorarlberg, die an einer zertifizierten Ausbildung zur RaucherInnenentwöhnung teilgenommen haben“, erklärt Wucher das Erfolgskonzept. Die Anmeldung für alle Kurse ist auf der aks-Homepage unter www.aks.or.at/Kurse möglich.

RaucherInnen beginnen früh

90% der RaucherInnen fangen vor dem 20. Lebensjahr mit dem Rauchen an. Das derzeitige Einstiegsalter liegt bei 11,9 Jahre. Nach einer österreichischen Studie haben 48% der Jugendlichen mit 13 Jahren schon einmal eine Zigarette probiert. Bei den 15jährigen sind es von den Mädchen 69%. Danach rauchen 20% der 15jährigen Mädchen und 26 der 15Jährigen Burschen täglich und 30% der Mädchen sowie 36 % der Burschen wöchentlich. Bei den Erwachsenen rauchen laut der letzten Mikrozensus-Erhebung 40,7% der Männer und 32,2% der Frauen täglich. Der Anteil der Frauen stieg in den letzten 15 Jahren um 55%.

(Quelle: aks Gesundheitsvorsorge)

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