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Rauch fordert bei Bränden die meisten Menschenleben

Die meisten Brandopfer sterben am Brandrauch.
Die meisten Brandopfer sterben am Brandrauch. ©VOL.AT/Sascha Schmidt
Schwarzach - Bei einem Brand weitaus schneller als Flammen und auch deutlich tödlicher sind Rauchgase. 80 bis 90 Prozent aller Brandopfer fallen nicht dem Feuer sondern dem Rauch zum Opfer.
Gefährlicher Rauch bei Bränden

Woraus sich das gefährliche Rauchgas zusammensetzt, hängt vor allem von den brennenden Stoffen und der Hitze, bei denen sie verbrennen, ab. Alle Bestandteile von Rauchgas können der Gesundheit des Menschen massiv schaden. „90 Prozent aller Brandopfer sterben nicht durch die Flammen, sondern durch den äußerst gefährlichen Brandrauch“, erklärt Wolfgang Burtscher, Bereichsleiter für Aus- und Weiterbildung des Landesfeuerwehrverbandes.

Vorbeugende Maßnahmen

Zwei Drittel aller Rauchgasunfälle passieren Nachts. Damit es erst gar nicht so weit kommt, empfiehlt die Feuerwehr Brand- beziehungsweise Rauchmelder im Gebäude zu installieren. Viele Opfer werden im Schlaf von einem Brand überrascht. Zudem sollte man keinesfalls brennbare Stoffe neben offenen Zündquellen lagern. Gerade in der Weihnachtszeit sollte man auch darauf achten, dass Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen.

Verhalten im Ernstfall

Viele schwere Brandverletztungen könnten durch das richtige Verhalten verhindert werden. Kommt es doch einmal zu einem Ernstfall, muss im ersten Schritt auf jeden Fall ein Notruf abgesetzt werden. Unter der Telefonnummer 122 erreicht man die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle, die im Ernstfall die benötigten Einsatzkräfte alarmiert.
Befinden sich noch Personen im Gebäude, sollte man nicht fahrlässig selbst zur Tat schreiten. „Keinesfalls sollte ein verrauchtes Zimmer beziehungsweise Gebäude betreten werden. Die Gefahr durch Rauchgas das Bewusstsein zu verlieren, ist sehr groß“, weiß Wolfgang Burtscher. Trifft die Feuerwehr ein, diese sofort über die Anzahl der Personen, die sich noch im Gebäude befinden, informieren.
Hält sich das Ausmaß des Brandes noch in Grenzen, sollte man wenn möglich den brennbaren Stoff der Zündquelle entziehen. Um eine weitere Brandausweitung zu verhindern, den Raum abschließen und versuchen erste Löscharbeiten durchzuführen.
Trifft die Feuerwehr ein, diese sofort über die Anzahl der Personen, die sich noch im Gebäude befinden, informieren. Zudem sollte sie auf besondere Gefahrenquellen, falls welche vorhanden sind, hingewiesen werden.

Damit der Rauch nicht zur Falle wird

Rauch steigt sehr schnell nach oben und breitet sich rasch aus. Wenn eine Flucht möglich ist, Fenster und Türen schließen und so den brennenden Teil des Gebäudes abtrennen. So kann sich der Rauch nicht weiter ausbreiten. Anschließend das oberste Fenster öffnen. „Keinesfalls den Aufzug benutzen. Dieser kann ansonsten zur Brandfalle werden“, warnt Burtscher. Auf andere Personen sollte aber nicht vergessen und diese rechtzeitig gewarnt werden. Wenn die Situation eintritt, dass man  ein brennendes oder verrauchtes Gebäude nicht mehr verlassen kann, sollte man versuchen den Brand zu löschen.  Dann gilt es in einem noch unverrauchten Raum Schutz zu suchen, das Fenster zu öffnen und mit Hilferufen und optischen Signalen auch sich aufmerksam zu machen.

Einfache Grundsätze bei Bränden:
–    Alarmieren (Notruf)
–    Retten (dabei nicht in den Brandrauch gehen)
–    Löschen
–    Die Feuerwehr informieren und mitteilen wo es brennt, ob Personen vermisst werden und auf besondere Gefahren aufmerksam machen.

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