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Rapid im Schongang zu 6:1

Der Aufstieg von Österreichs Fußball-Meister SK Rapid in die dritte und letzte Qualifikations-Runde der Fußball-Champions-League ist nach dem höchsten Europacup-Auswärtssieg der Klubgeschichte nur noch Formsache.

Die Hütteldorfer feierten im ungewohnten Umfeld des mit 1.567 Zuschauern ausverkauften Stade Jos Nosbaum einen ungefährdeten 6:1-Hinspiel-Erfolg über den Luxemburger Meister F91 Düdelingen und damit den höchsten Europacup-Auswärtssieg der Klubgeschichte. Schon nach fünf Minuten hatten die Wiener mit drei Toren die Entscheidung herbeigeführt.

„Wir machen hier keinen Betriebsausflug“, hatte Rapid-Meistertrainer Josef Hickersberger vor der ersten Europacup-Partie der noch jungen Saison erklärt. Seine Elf ließ es in den Anfangsminuten aber danach aussehen: Nach nur 82 Sekunden bezwang Lawaree erstmals F91-Keeper Joubert. Kapitän Hofmann hatte zuvor den Ball erkämpft. 70 Sekunden später wollte Akagündüz seinem belgischen Sturmpartner nicht nachstehen. Der Türkei-Heimkehrer überhob Joubert, verdoppelte die Führung nach Ivanschitz-Assist.

Doch all dem nicht genug: Nach 4:54 Minuten griff Joubert erneut hinter sich. Hofmann zog nach kurz abgewehrtem Ivanschitz-Schuss in die linke Ecke ab. Drei Tore waren den Rapidlern in den ersten fünf Minuten eines Bewerbspiels zuletzt vor mehr als zehn Jahren, am 6. Mai 1995 gegen den FC Linz gelungen. Damals ging der Rekordmeister mit 4:1 als Sieger vom Platz – so lautete auch in Luxemburg der Pausenstand, bevor Österreichs Meister mehr als nur einen Gang zurückschaltete.

Martine hatte zusehende Nachlässigkeiten in der etwas unkonzentrierten Rapid-Abwehr bereits in der neunten Minute zum – für Payer unhaltbaren – Ehrentreffer genutzt. Der spielfreudige Regisseur, dem außerdem ein offensichtliches Abseitstor nach einer halben Stunde aberkannt wurde, hatte in der vergangenen Saison mit 20 Ligatoren für den vierfachen Luxemburger Meister aufgezeigt.

Nun fügte Martine Rapid den ersten Europacup-Gegentreffer eines Vertreters aus Luxemburg zu. Dennoch landeten die Rapidler den höchsten Auswärtssieg auf europäischer Ebene. 1982, als man im Meistercup mit Avenir Beggen ebenfalls einen Luxemburger Verein mit 5:0 bezwungen hatte, markierten die Grün-Weißen mit einem 8:0 im Rückspiel ihren höchsten Europacup-Erfolg überhaupt.

Akagündüz erhöhte noch vor der Pause nach Korsos-Vorarbeit sein Torkonto (16.), Lawaree zog in der 64. Minute nach einem langen Ivanschitz-Pass nach. Beide vergaben in weiterer Folge zwar eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen – Akagündüz scheiterte völlig freu an Joubert (25.), Lawaree am Außennetz (42.) -, doch der eingewechselte Kienast fixierte mit seinem ersten Europacup-Treffer den historischen Erfolg, den die F91-Kicker Bellini (87./Latte) und Kapitän Kabongo (88./Payer, Valachovic retten) beinahe noch verhindert hätten.

Was bleibt ist Rapids hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am 3. August im Wiener Gerhard Hanappi-Stadion und die Aussicht auf zumindest zwei weitere Europacup-Runden. Denn auch der Verlierer der dritten und entscheidenden Champions League-Qualifikationsrunde spielt im UEFA-Cup weiter.

Reaktionen:

Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): „Mit diesem Resultat sind wir glaube ich in der nächsten Runde. Rundherum bin ich nicht zufrieden. Es war zwar ein Bilderbuch-Start, wie ich ihn in meiner Trainer-Karriere noch nicht erlebt habe. Nach dem brillanten Beginn gab es aber mehr Ärger als Freude. Es hat sich schnell der Schlendrian eingeschlichen. Wir haben sehr viele Chancen zugelassen, unser Abwehrverhalten war einfach schlecht. Mich ärgert, wie wir die Defensive vernachlässigt haben. So können wir in der österreichischen Bundesliga nicht bestehen und bekommen in der Champions League vier, fünf Gegentore. Vielleicht war schon das Salzburg-Spiel im Hinterkopf, aber so etwas darf nicht passieren. Das war mangelnde Konzentration.“

Rudolf Edlinger (Rapid-Präsident): „Das Ergebnis übertrifft natürlich alle unsere Erwartungen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so einfach wird. Wir müssen uns allerdings verbessern, wenn wir in die Champions League kommen wollen.“

Andreas Ivanschitz (Rapid-Mittelfeldspieler): „Es hat zwar sehr leicht ausgesehen, aber es war harte Arbeit. Das gute Ergebnis ist der Lohn dafür und wir können beruhigt nach Hause fahren. Düdelingen hat uns sehr viel Raum gegeben, wir sind hinten ein bisschen fahrlässig geworden. Trotzdem ist die Basis für den Aufstieg gelegt.“

Michel Le Flochmoan (Düdelingen-Trainer): „Das 0:3 nach fünf Minuten hat uns das Genick gebrochen, denn wir hatten uns vorgenommen, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben. Besonders geärgert hat mich, dass vor allem unsere erfahrenen Spieler entscheidende Fehler gemacht haben. Ab dem 0:3 haben wir versucht, den Ball länger in der Mannschaft zu halten. Dabei haben wir davon profitiert, dass uns Rapid mehr ins Spiel kommen ließ.“

Olivier Baudry (Düdelingen-Verteidiger): „Wir haben schon vor dem Spiel um den Qualitätsunterschied der beiden Mannschaften gewusst. Der Anfang war eine Katastrophe, der Blitzstart von Rapid hat alles entschieden.“

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