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Ranghohes Mitglied festgenommen

Die US-Streitkräfte haben im Irak mit Hussan el Jemeni das bisher ranghöchste Mitglied der kurdischen Islamistengruppe Ansar el Islam festgenommen.

Hussan el Jemeni, ein Stellvertreter von Ansar-el-Islam-Führer Abu Mussab el Sarkawi, sei bereits am 15. Jänner gefasst worden, sagte ein ranghoher US-Regierungsvertreter am Freitag in Washington.

US-Präsident George W. Bush empfing in Washington den UN-Sonderberater für Irak, Lakhdar Brahimi, um auf eine baldige Rückkehr der UNO zu drängen. Beim Absturz eines US-Hubschraubers im Norden Iraks starben die beiden US-Soldaten an Bord.

Der Hubschrauber vom Typ OH-58 Kiowa stürzte am Abend nordwestlich der Stadt Kajjarah ab, wie ein US-Armeesprecher mitteilte. Die Besatzung eines Begleithubschraubers habe nicht von „feindlichen Aktivitäten“ berichtet. Seit Jahresbeginn wurden in Irak bereits drei weitere US-Hubschrauber abgeschossen.

Jemeni ist nach US-Armeeangaben der Führer einer Zelle von Ansar el Islam in der irakischen Widerstandshochburg Falluja und einer der Stellvertreter des Jordaniers Sarkawi, auf den eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (knapp vier Millionen Euro) ausgesetzt ist. Mit Sarkawi alias Fadel Nassal el Khalaileh hatten die USA zur Rechtfertigung des Irak-Krieges eine Verbindung zwischen dem Terrornetzwerk El Kaida und Irak herzustellen versucht.

Washington erwarte eine „schnelle Antwort“ der Vereinten Nationen auf eine Bitte des irakischen Regierungsrates nach baldiger Rückkehr der UNO, sagte Bushs Sprecher Scott McClellan. Die UNO soll nach dem Willen des Regierungsrates Möglichkeiten zum Abhalten von Wahlen und eine möglichst rasche Machtübergabe in Irak erörtern. Nach bisheriger Planung soll die Regierungsverantwortung bis 30. Juni an eine ernannte Übergangsregierung übergehen, freie Wahlen sollen erst 2005 stattfinden.

In Bagdad trafen zwei UN-Experten ein, die sich ein Bild von der Sicherheitslage machen und den Kontakt zur US-Zivilverwaltung aufbauen sollen. Für nächste Woche wird erwartet, dass UN-Generalsekretär Kofi Annan die Rückkehr der UNO nach Irak verkündet. Die Vereinten Nationen hatten ihren Einsatz in Irak nach schweren Anschlägen im vergangenen Jahr abgebrochen.

Der amtierende Vorsitzende des irakischen Regierungsrates, Adnan Pachachi, sprach sich am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos für eine Vergrößerung des Übergangsgremiums bis zu allgemeinen Wahlen vor. Regierungsrats-Mitglied Ahmed Jalabi stellte sich in Washington hinter die Forderung des einflussreichen Schiitenführers Ayatollah Ali Sistani, dass eine Übergangsregierung aus freien Wahlen hervorgehen müsse. Der Regierungsrat sei bereit, mit der UNO eine Lösung in der Frage der Machtübergabe zu finden.

Der neue Leiter für die 1400 US-Waffeninspektoren in Irak, Charles Duelfer, kündigte eine „unvoreingenommene“ Arbeit an. Vor kurzem hatte er sich in einem Fernsehinterview skeptisch über die Existenz von Massenvernichtungswaffen in Irak geäußert. Duelfer wurde am Freitag vom Chef des US-Geheimdienstes CIA, George Tenet, zum Nachfolger von David Kay als Chef der Iraq Survey Group (ISG) ernannt. Die ISG hatte trotz monatelanger Suche keine Massenvernichtungwaffen gefunden.

Laut einer Studie des US-Kongresses könte der Wiederaufbau des Iraks die USA teurer als gedacht kommen. Darin heißt es, falls der Irak keinen Erlass bei seinen Auslandsschulden erhalte, die auf bis zu 120 Milliarden Dollar (98,5 Mrd. Euro) geschätzt werden, und die Ölproduktion weiter nicht in Fahrt komme, werde das Land nicht genügend Geld für den Wiederaufbau oder auch nur für die alltäglichen Regierungsarbeiten haben. In diesem Fall werde der Irak in den nächsten Jahren zusätzliche Hilfen in Milliardenhöhe benötigen.

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