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Rafting-Unfall in Alberschwende: Veranstalter zu Geldstrafen verurteilt

Rafting-Betreiber vor Gericht.
Rafting-Betreiber vor Gericht. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Feldkirch, Alberschwende - Wegen eines Rafting-Unfalls im August 2010 auf der Bregenzerach bei Alberschwende mussten sich am Montag neun Männer aus Vorarlberg und Deutschland vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten.
Rafting-Betreiber vor Gericht
240 Helfer im Großeinsatz
Rafting-Drama bei Alberschwende
Einsatz in der Bregenzer Ache
Anklagen nach Rafting-Unfall
Alle Personen geborgen
Veranstalter wehren sich
Gutachten wird eingeholt
Rafting-Unfall vor Gericht

Damals waren bei schwierigen Bedingungen sieben von acht Booten gekentert, 74 Personen wurden ins Wasser geschleudert, neun davon erlitten leichte Verletzungen. Richterin Claudia Egger machte ein Angebot auf Diversion, die Staatsanwaltschaft stimmte vorerst nicht zu.

Rafting trotz Hochwasser

Die acht Boote von zwei Rafting-Unternehmern waren “trotz Hochwassers” auf der Bregenzerach unterwegs gewesen, wie das Sachverständigengutachten feststellte. Zwölf der Teilnehmer mussten von der Wasserrettung geborgen werden. Beinahe 240 Rettungskräfte standen im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern.

Diversion vorgeschlagen

Die Staatsanwaltschaft klagte die neun Männer – die Veranstalter und ihre Mitarbeiter – wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen, fahrlässiger Gemeingefährdung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit an. Die Verteidigung betonte, dass Rafting immer ein Risikosport bleibe. Die Bootsführer seien höchst erfahren und verantwortungsbewusst gewesen. Zudem gebe es keine Regelung, ab welchem Wasserstand das Rafting einzustellen sei. Richterin Egger griff schließlich die Anregung der Verteidigung auf eine Diversion auf.

Keine Vorstrafen

Voraussetzung für die Diversion ist, dass die Angeklagten einsehen, dass man damals Handlungsalternativen hätte überdenken sollen. Im Gegenzug kommen sie durch die Bezahlung einer Geldbuße ohne Vorstrafe bzw. Konzessionsverlust davon. Die Beschuldigen zeigten sich damit einverstanden.

Höhe der Geldbußen noch offen

Wie hoch die Geldbußen ausfallen könnten, stand vorerst nicht fest. Abhängig von den Vermögensverhältnissen muss Egger die entsprechenden Zahlen erst errechnen. Offen blieb auch, ob die Staatsanwaltschaft mit der Vorgangsweise einverstanden ist. Somit ist der endgültige Verfahrensausgang noch offen, formell wurde der Prozess unterbrochen. Gibt es seitens der Anklagebehörde Grünes Licht und die Bußen werden bezahlt, wird das Verfahren eingestellt. APA

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