Rad-Sternfahrt: Sicherheit beim Radfahren

Radsimulator
Radsimulator

Radfahren ist gesund und hält auch Senioren fit. Bei der jährlichen Radsternfahrt des Vorarlberger Seniorenbundes trafen sich heuer mehrere hundert Radfahrer aus ganz Vorarlberg am Zielpunkt in Koblach. Dort informierte das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) über Elektrofahrräder, richtiges Helmtragen und Rechte & Pflichten von Radfahrern. Jährlich werden in Vorarlberg 120 Senioren bei Radunfällen verletzt.

Radfahren ist gesund und umweltfreundlich. Bei kurzen Weglängen (bis ca. 5 km) ist das Rad sogar oft das schnellste aller Verkehrsmittel. Gerade in Vorarlberg hat das Fahrrad einen besonders hohen Stellenwert – auch bei den Senioren. “Gerade für ältere Menschen ist mit der eigenen, unabhängigen Mobilität auch ein großes Stück an Lebensqualität verbunden”, so Martin Pfanner, Leiter des KFV Vorarlberg. Radfahren hilft, sich fit zu halten und die eigene Mobilität möglichst lange zu erhalten.

Radsimulator und Geschicklichkeitsparcours
Am 8. September fand in Koblach die 10. Landes-Radsternfahrt ihr Ziel. Dort wurden vom KFV verschiedene Stationen zur Verkehrssicherheit beim Radfahren geboten: Am Fahrradsimulator wird vor allem das Reaktionsverhalten in kritischen Situationen getestet. Rechtzeitiges Erkennen von Gefahren und das richtige reagieren sind die Ziele dieses Simulators. Beim Geschicklichkeitsparcours konnten die Radler ihr Fahrkönnen unter Beweis stellen – der älteste Parcours-Fahrer war immerhin 92 Jahre.

Probefahrten mit Elektrofahrrädern
Elektrofahrräder erfreuen sich gerade bei der Generation 60+ zunehmender Beliebtheit. Einerseits wurde über die Besonderheiten des Fahrens mit Elektrorädern (veränderte Beschleunigung, längerer Bremsweg, etc.) informiert, andererseits hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Elektrofahrräder vor Ort zu testen.

Für die eigene Sicherheit: Radhelm & Reflektoren
Gezeigt wurde auch, wie der Radhelm richtig eingestellt sein muss, damit er passt und im Falle des (Un)falls auch richtig schützen kann. Häufig sind nämlich Radhelme zu locker eingestellt, was eine verminderte Schutzwirkung zur Folge hat.
Sichtbarkeit im Verkehr – sich als Radfahrer und Fußgänger sichtbar machen – war ein weiterer Schwerpunkt: Es wurden auch Reflektoren verteilt und die ideale Verwendung demonstriert.

Berauschende Erfahrung
Im Rahmen der Veranstaltung konnte auch die “Alko-Brille” des KFV getestet werden. Mit der Brille wird eine Alkoholisierung von 0,8 Promimille simuliert: Die Tester versuchten mit der Alko-Brille kleine Aufgaben zu bewältigen (z.B. gehen um Slalomstangen) und haben dabei erfahren, wie sehr Alkoholisierung die Wahrnehmung und dadurch auch das Handeln beeinträchtigt.

Senioren haben höheres Tötungsrisiko als Radfahrer
In Vorarlberg wurden im Vorjahr 120 Menschen über 60 Jahre beim Radfahren verletzt. Ältere Menschen sind auf der Straße einem überproportionalen Risiko ausgesetzt. Die Unfallzahlen der letzten fünf Jahre des KFV zeigen: “Während der Anteil der verletzten Radfahrer über 60 Jahre in Vorarlberg bei 27 Prozent liegt, waren 60 Prozent der getöteten Radfahrer Senioren”, erläutert Pfanner die Unfallstatistik. Durch Verwendung von Radhelm & Reflektoren und durch vorsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise können die Senioren selbst zu ihrer Sicherheit beitragen.

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