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Qualm weicht sauberer Luft

Einen Kaffee in rauchfreier Umgebung schätzen immer mehr Vorarlberger
Einen Kaffee in rauchfreier Umgebung schätzen immer mehr Vorarlberger ©VOL.AT/Paulitsch
Bregenz - Die Zahl der Nichtraucherbetriebe ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.In Lokalen mit einer Größe von weniger als 50 Quadratmetern darf laut Gesetz gequalmt werden, was das Zeug hält.
Umfrage zum Rauchverbot

Ist in Lokalen zwischen 50 und 80 Quadratmetern eine bauliche Abtrennung aus bau-, feuer- und denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht möglich, darf auch dort geraucht werden. Bei Lokalen über 80 Quadratmetern hingegen ist der Inhaber verpflichtet, entweder einen separaten Nichtraucherraum einzurichten oder das Lokal gänzlich rauchfrei zu halten. Das österreichische Nichtraucherschutzgesetz ist von Beginn an auf laute Kritik gestoßen – „weder Fisch noch Fleisch“ – und hat Fragen wie diese aufgeworfen: Wird das Gesetz doch wieder gelockert, investiere ich umsonst in den Umbau? Wird Zigarettenqalm in gastronomischen Betrieben früher oder später ohnehin gänzlich verbannt? Auch von der Politik kamen deutliche Töne: So setzt sich Gesundheitslandesrat Rainer Gögele „mit Engagement und Nachdruck“ für einen Nichtraucherschutz in öffentlich zugänglichen Bereichen ein. Auch Ländle-SPÖ und -Grüne machen sich für ein Rauchverbot in der Gastronomie stark. Was aber denkt Vorarlbergs Bevölkerung?

55 Prozent für Rauchverbot

Die von den VN in Auftrag gegebene und vom Meinungsforschungsinstitut Berndt ausgeführte Umfrage zum aktuellen Nichtraucherschutzgesetz in Österreich spricht eine deutliche Sprache: Weg mit dem Qualm aus den Lokalen. Wenn es im Jahr 2010 noch 40 Prozent der Befragten waren, die sich für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten ausgesprochen haben, sind es heuer bereits 55 Prozent.

Immer mehr rauchfreie Lokale

Auch die aktuellen Zahlen der Wirtschaftskammer Vorarlberg zeigen unmissverständlich auf: Vorarlberg geht den Weg hin zu einer rauchfreien Gastronomie. „Von den rund 1200 in unserem System erfassten Betrieben – insgesamt gibt es in Vorarlberg 3000 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe – weisen 50,2 Prozent separate Nichtraucherräumlichkeiten auf“, weiß Harald Furtner, Geschäftsführer der Sparte Gastronomie in der Wirtschaftskammer. Rund 40 Prozent der erfassten Betriebe seien reine Nichtraucherbetriebe. Der Rest, knapp zehn Prozent, setzt sich aus Raucherbetrieben zusammen. „Noch vor einigen Jahren war dieses Verhältnis vollkommen umgekehrt. Da lag der Anteil der Nichtraucherbetriebe bei etwa zehn Prozent“, weiß Furtner. „Die Zahl der Nichtraucherbetriebe wäre aber mit Sicherheit auch ohne die gesetzliche Regelung gestiegen“, ist der Experte überzeugt. Ein Umdenken in diese Richtung fände seit Jahren weltweit statt. Furtner findet, dass man mit dem österreichischen Nichtraucherschutzgesetz „eine gute Regelung“ gefunden hat, „die nicht einfach drüberfährt, sondern den gesamten Gästekreis – sowohl Raucher als auch Nichtraucher – abdeckt“. Vereinzelte Lokale hätten zwar unter den Investitionen gelitten, in Summe betrachtet sei die Kompromisslösung aber die bessere Lösung gewesen.

Reihe an Vorteilen

Furtner geht davon aus, dass das Gesetz längerfristig bleibt, wie es ist – und dass die Zahl der Nichtraucherbetriebe weiter steigt. Rauchfreie Lokalitäten würden schließlich auch eine Reihe an Vorteilen mit sich bringen: „Der Gastro-Mitarbeiter arbeitet in einer sauberen Luft, und man muss die Vorhänge nicht jede Woche waschen“, nennt Furtner zwei Beispiele.

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