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Psychiatrisches Versorgungskonzept anpassen

LRH-Direktor Schmalhardt und LTP Mennel legten heute den jüngsten Prüfbericht (kl. Bild) vor.
LRH-Direktor Schmalhardt und LTP Mennel legten heute den jüngsten Prüfbericht (kl. Bild) vor. ©Harald Pfarrmaier

Bregenz. In seinem jüngsten Prüfbericht fordert der Landes-Rechnungshof eine Anpassung des aus 2002 stammenden psychiatrischen Versorgungskonzept des Landes an heutige Bedürfnisse. Vor allem in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bedürfe es einer grundsätzlichen Neuausrichtung.

Für die Versorgung psychisch Kranker wurden vom Landesgesundheits- und Sozialfonds in den letzten drei Jahren 107 Millionen Euro aufgewendet. Drei Viertel dieser Mittel flossen in die stationäre und ambulante Versorgung in den Krankenhäusern. Die psychiatrische Versorgung Erwachsener sowie Jugendlicher und Kinder erfolgt an zwei Abteilungen im LKH Rankweil (Psychiatrie I und II) und der Carina Feldkirch. In der Erwachsenenpsychiatrie stehen derzeit 232 Betten zur Verfügung, davon 138 Akutbetten. In Vorarlberg liegen die Kosten der Akutpsychiatrie pro Bett bzw. pro Belagstag deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt. Insgesamt sind an der psychiatrischen Abteilung am LKH Rankweil 35 Ärzte, davon 18 Fachärzte für Psychiatrie, zwei Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie 11 Ausbildungs- und vier Turnusärzte beschäftigt.

Nach der erfolgten baulichen Adaptierung der Psychiatrie II fordert der Landes-Rechnungshof möglichst rasch bauliche Verbesserungen in der Psychiatrie I. So entsprächen die Nutzflächen pro Bett nicht mehr heutigen Standards. Es fehle teils an Privatsphäre für die Patienten, ebenso wird das Fehlen eines Deeskalationsbereiches und eines unmittelbaren Zugangs zum geschützten Bereich im Freien bemängelt. Der Landes-Rechnungshof konstatiert, dass im vergangenen Jahr erste Vorschläge für eine Weiterentwicklung erarbeitet und 300.000 Euro im heurigen Baubudget für eine Masterplanung reserviert wurden.

Empfohlen wird vom Landes-Rechnungshof, in der stationären Akutversorgung eine regionale Ausrichtung anzustreben. So sollten für das Unterland ein tagesklinisches Angebot und ein ambulanter Stützpunkt am LKH Bregenz eingerichtet werden.

Als problematisch sieht der Landes-Rechnungshof die Betreuung und Behandlung vieler jugendlicher Patienten in den Erwachsenenabteilungen. Kinder und Jugendliche mit psychiatrischen Diagnosen würden zum Teil auch in pädiatrischen Abteilungen behandelt. Die stationäre Versorgung von Jugendlichen erfolgt auf der Jugendstation im LKH Rankweil mit 10 Betten. Die dortige Tagesklinik mit 2 bis 3 Plätzen ist nur ein Behelfskonstrukt. Mit der erforderlichen Verbesserung der Raumsituation in Rankweil sollte auch eine durchgängige alters- und problemadäquate Versorgung der Jugendlichen gewährleistet werden. Als zeitgemäß und kindergerecht sieht der Landes-Rechnungshof die stationäre Versorgung von Kindern im Carina Feldkirch. Sie umfasst 14 Betten, wobei sieben tagesklinische
Plätze integriert sind.

Wie der Landes-Rechnungshof feststellt, hätten sich die Anforderungen in der psychiatrischen Versorgung sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche verändert. Die optimale Versorgung bedürfe daher einer Neuausrichtung. Empfohlen wird, die Kinder- und Jugendpsychiatrie in eine Vollversorgungsabteilung zu integrieren, diese am Standort Feldkirch zusammenzuführen und dafür eine Managementverantwortung zu etablieren.
HAPF

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