Prunkstücke im Stadtarchiv

Gernot Gebhardt (l. hinten) und Hans Schöpf mit der "Embser Chronik".
Gernot Gebhardt (l. hinten) und Hans Schöpf mit der "Embser Chronik". ©Ferdl Tschabrun

Ein Ort in Hohenems, an dem Forscher und Chronisten fündig werden.

Hohenems. Das im Pfarrheim St. Karl untergebrachte Stadtarchiv beherbergt historische Urkunden und Schriften, die bis ins 16. Jahrhundert zurück datieren, und sind somit eine wertvolle Quelle für Forscher, Studenten und Chronisten. Prunkstücke im Stadtarchiv sind etwa ein Original der “Embser Chronik”, die 1616 als erstes Buch Vorarlbergs von Johann Georg Schleh in Hohenems gedruckt wurde, oder die “Acta Ecclesia” des Stadtheiligen Karl Borromäus aus dem 16. Jahrhundert. Prunkvoll ausgestattete Familienstammbäume von bekannten Hohenemser Persönlichkeiten sowie Vereins- und Festschriften sind im Keller des Pfarrheims ebenso zu finden wie alte Urkunden und Schriften ab zirka 1600.

Ein Teil basiert auf der viel beachteten Archivordnung von Dr. Aron Tänzer. Der Geschichtsschreiber der Hohenemser Judengemeinde und Emser Rabbiner von 1896 bis 1905, der neben einem Findbuch auch eine Anleitung zur Archivbenutzung verfasste, strukturierte auch das historische Archiv neu. Quasi als seine Nachfolger kümmern sich heute der ehemalige Kulturamtsleiter und gerichtlich beeidete Sachverständige für alte Schriften, Hans Schöpf, und Gernot Gebhardt, der ehemals in der Gemeindeblattverwaltung tätig war, um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Bestands.

Nach dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im Untergeschoss des Pfarrheims in der Marktstraße 1a wurde das Stadtarchiv mit modernen Rollschränken und einer zeitgemäßen EDV ausgestattet. Seitdem werden Materialien aller Art sorgfältig sortiert und nach und nach elektronisch erfasst. Die historischen Dokumente, Fotos und Ansichtskarten werden gescannt, digitalisiert und in einer Datenbank verfügbar gemacht.

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