Prozess um Jagdkalender und Grapschereien verloren

Anwältin Olivia Lerch ist froh, den Prozess vom Tisch zu haben.
Anwältin Olivia Lerch ist froh, den Prozess vom Tisch zu haben. ©VOL.AT/Roland Paulitsch
Feldkirch - Zwei weibliche Oberländer Metzgereiangestellte belangten ihren Arbeitgeber wegen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz und begehrten wegen sexueller Belästigung insgesamt 10.000 Euro. Nun haben die beiden Damen allerdings verloren und der obsiegende Metzgermeister bekommt seine 9000 Euro Prozesskosten ersetzt.

Dennoch kostete ihn der Prozess vor dem Arbeits- und Sozialgericht eine Menge Nerven.

Eine ganze Latte an Vorwürfen

Man habe sexuelle Witze erzählt, ständig Anspielungen gemacht, ordinäre Bemerkungen fallen lassen und sogar körperliche Anbaggerversuche des Abwäschers großzügig toleriert, so die beiden Wurstverkäuferinnen. „Die zwei waren sauer, weil wir zu Weihnachten so viel zu tun hatten“, vermutet der Beklagte das Motiv für die falschen Anschuldigungen. Er habe die Frauen nie mit anrüchigen Witzen aufgezogen oder bloß gestellt. Grapschereien von Mitarbeitern hätte er sofort unterbunden, davon war aber nie die Rede. Auch dass die zwei Frauen sich angeblich so an zwei Jagdkalendern störten, hörte er vor Gericht zum ersten Mal. Der Senat erkannte viele Widersprüche und konnte sich kein klares Bild von den Schilderungen machen. Somit haben die beiden Klägerinnen das Verfahren verloren, beide Urteile sind rechtskräftig.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier in der aktuellen Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten.

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