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Prozess nach Vandalentour von vier Jugendlichen

Feldkirch - Die vier Burschen sind Kumpel. Wenn sie gemeinsam auftreten, ist immer etwas los. Drei der vier Angeklagten wurden nun verurteilt, weil sie wieder einmal für "Stress" sorgten.

Der 21-jährige Feldkircher hat Glück, er wird frei gesprochen. Er war zwar bei der Zechtour seines 16-jährigen Freundes dabei, demoliert hat er an jenem Abend jedoch nichts. „Eigentlich wollte ich irgendein Auto kaputt machen“, erzählt der 16-Jährige, dass es nur durch Zufall ein Dienstfahrzeug traf. Ebenfalls wegen Vandalismus sitzt sein zweifach vorbestrafter Freund auf der Anklagebank. Er setzte Bushaltestellen zu.

Unverbesserlich

Eng wird es langsam für den 18-jährigen, bereits fünffach vorbestraften Tischler. Der Hohenemser, der sich offensichtlich eine Zeit lang in der „rechten Szene“ wohl fühlte, hat immer wieder Ärger mit Türken. Als ihn einer von ihnen wegen angeblicher Morddrohungen anzeigte, passte er den 19-Jährigen, leicht gehbehinderten Burschen mit zwei Kollegen ab. „Komm mit in den Wald, sonst schlagen wir dich her“, zwang das Trio den Anzeigen­erstatter ein Stück mit zu gehen. „Wir wollten ihn verschlagen, weil er mich angezeigt hatte“, so der Erstangeklagte.

Verurteilt

Aufgrund ihres jugendlichen Alters erhalten die drei Verurteilten bedingte Haftstrafen, sowie unbedingte Geldstrafen. Der unverbesserliche Zerstörer der Bushaltestellen muss 700 Euro Strafe bezahlen. „Mit 50-Euro-Monatsraten wird das eng“, erklärt seine Bewährungshelferin. Man einigt sich auf 35-Euro-Raten. Von den Eltern der Angeklagten ist – wie üblich – niemand beim Prozess. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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