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Prozess: Fahrgast in Nachtbus schwer verletzt

Feldkirch – "Es tut mir alles furchtbar leid. Ich wollte niemanden verletzen", stammelt der 24-jährige Montafoner. Er hatte Geburtstag und mit Freunden reichlich getrunken. Der junge Mann fuhr mit dem Nachtbus gegen drei Uhr morgens nach Hause, als ihn der Übermut packte.

Er hielt sich an den Haltegriffen des Busses fest und schaukelte wild hin und her. Im selben Moment stand ein anderer Fahrgast auf, um eine Fahrkarte zu lösen. Der 56-jährige Monteur spürte plötzlich einen harten Schlag im Rücken.

Der junge „Turner“ hatte ihm mit voller Wucht von hinten mit den Füßen getreten. Der Fahrgast stürzte nach vorne und schlug mit dem Kopf gegen eine Stange. Einen Moment war er bewusstlos, eine Blutlache breitete sich auf dem Boden aus. Die schwere Gehirnerschütterung, eine große, klaffende Rissquetschwunde und Kopfschmerzen bescherten ihm zehn Tage Krankenstand.

500 Euro bekommt er an Schmerzengeld zugesprochen. Während andere Fahrgäste erste Hilfe leisteten, machte sich der Verursacher auf und davon. „Im Schock“, wie er selbst sagt. Da sich einige Personen in dem Bus ohnedies kannten, war schnell klar, wer der Angreifer war. Außerdem plagte den Bursch das schlechte Gewissen und er meldete sich am nächsten Morgen bei der Polizei.

Verurteilt

Der Montafoner kann sich einer Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung nicht entziehen. Schon einmal kam der junge Mann wegen einer Körperverletzung mit dem Gesetz in Konflikt. Insgesamt muss er nun 6000 Euro Strafe bezahlen. Weitere 3750 Euro wurden auf Bewährung ausgesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig.

VN

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