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Protest gegen Posten-Zusammenlegung

Beamte der Polizeiinspektion Altach haben sich an LH Sausgruber gewandt, um gegen eine diskutierte Zusammenlegung ihres Postens mit der benachbarten Inspektion Götzis zu protestiert. Protestbrief

Die vier Beamten befürchten die Schließung ihres Postens durch eine Zusammenlegung mit der Polizei Götzis und argumentieren mit einer schlechteren Sicherheitslage als Folge einer solchen Maßnahme. “Zusperren und Auflösung von Polizeidienststellen haben noch nie zu einer Verbesserung der Sicherheit geführt”, argumentieren die Polizisten Schmied, Mayer, Widmann und Böckle. Sie befürchten einen schleichenden Stellenabbau wie nach der Schließung des Postens Klaus, der 1994 nach Sulz verlagert wurde.

Beruhigung

Die “VN” fragten bei Siegbert Denz nach, stellvertretender Leiter des Landespolizeikommandos. Denz bestätigt Überlegungen, die Polizeiinspektion Altach nach Götzis zu verlagern. Stellenabbau werde es aber nicht geben. “Die Maßnahme geht auf keinen Fall auf Kosten der Sicherheit, im Gegenteil. Der Personalstand wird sogar noch um drei Beamte aufgestockt”, so Denz. Man könne sich den Veränderungen durch das Zusammenwachsen der Kummenberg-Region nicht verschließen, dazu gehöre auch eine enge Zusammenarbeit der Polizei. “Die Einsatzreichweite wird sich durch eine solche Maßnahme nicht verschlechtern, die Bürger müssen keine Sicherheitsbefürchtungen haben”, beruhigt Denz. In Altach sieht man das anders: “In Klaus waren vor der Schließung sechs Beamte eingeteilt und in Sulz sieben Beamte. Heute hat diese zusammengelegte Dienststelle einen tatsächlichen Personalstand von neun Beamten. Die Schließung von Altach ist längst beschlossene Sache”, kritisieren die vier Polizisten. Landespolizeikommandant Manfred Bliem versucht, die aufgeheizte Stimmung in Altach zu beruhigen: “Es handelt sich bisher nur um eine Studie im Auftrag des Innenministeriums, die untersuchen soll, ob eine Zusammenlegung der Posten Verbesserungen bringen könnte”, so Bliem.
Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler verwies indes auf eine “klare Zusage des Ministeriums, dass die Polizei-Struktur im Land bestehen bleibt. Es wird keine Zusammenlegung geben”, unterstrich Schwärzler. Sicherheit brauche regionale Strukturen.

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