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Protest gegen ÖBB könnte Erfolg haben

Mit üblichem „normalem Strom“, wie ihn beispielsweise die VKW erzeugen, könnten die Lokomotiven vieler europäischer Bahnen gar nicht fahren.

Protest kann auch von Erfolg gekrönt sein: Weil die Bevölkerung den Bau einer Notstromverbindung zwischen dem ÖBB- und SBB-Bahnnetz von Oberriet nach Feldkirch als Freileitung vehement ablehnte soll nun eine 110 kV-Leitung als Erdkabel geführt werden.

Als bekannt wurde, dass zwischen Oberriet und dem ÖBB-Unterwerk in Altenstadt eine 110 kV-Freileitung zur Koppelung der Bahnstromnetze für Notfälle gebaut werden soll, gingen die Wogen in den betroffenen Gemeinden hoch. Gegen den Willen des Landes und wohl auch wegen der Protest stimmte das Verkehrsministerium einer eisenbahnrechtlichen Baubewilligung nicht zu. „Wir haben in dem noch zu genehmigenden Finanzierungsentwurf die Mehrkosten für eine Verkabelung eingereicht“, erklärt Herbert Feurer vom Geschäftsbereich Energie Netz der ÖBB.

Gegenseitige „Notversorgung“

Der Vorwurf, dass über die geplante Verbindung zwischen den SBB und ÖBB billiger Atomstrom aus der Schweiz für die Versorgung der ÖBB geliefert würde sei „einfach absurd“, argumentiert Feurer. „Diese Leitung dient nur der Versorgung Vorarlbergs mit Traktionsstrom bei Engpässen abzusichern. Gleichzeitig kann darüber auch den SBB ausgeholfen werden.“ „Bahnstrom hat eine völlig andere Frequenz.”

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