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Protest gegen Dornbirner Fußgängerzone - Kaufmann: "Missverständnis

Protest gegen Fußgängerzone: Banner und Plakate in der Dornbirner Mozartstraße.
Protest gegen Fußgängerzone: Banner und Plakate in der Dornbirner Mozartstraße. ©MG
Dornbirn. Die geplante Erweiterung der Dornbirner Fußgängerzone in der Schulgasse sorgt bei Anrainern sichtlich für Unmut. Die Stadt Dornbirn versucht zu beruhigen. 
Bürger-Protest in der Mozartstraße

“Begegnungszone Nein!”, “Hier wohnen Menschen” oder “Bauernopfer Mozartstraße” war am Montag auf Bannern und Plakaten zu lesen, die Bewohner der Dornbirner Mozartstraße aus Protest an ihren Fassaden befestigten, um ihrer Unzufriedenheit mit der Verkehrssituation Ausdruck zu verleihen. Sollte die Erweiterung der Fußgängerzone nicht größer ausfallen, befürchten sie eine drastische Zunahme des Verkehrsaufkommens. Befürchtungen, die “offensichtlich auf einem Missverständnis” basieren, so Stadtchefin Andrea Kaufmann. Die Erweiterung der Fußgängerzone in der Schulgasse bringe sogar weniger Verkehr, wird unterstrichen.

Mehrere Untersuchungen und Modellrechnungen, die in einem umfangreichen mit Anrainern gemeinsam erarbeiteten Beteiligungsprozess vorgestellt und diskutiert worden wären, würden das Gegenteil belegen, wehrt sich die Stadt Dornbirn am Dienstag gegen Vorwürfe. So werde die Erweiterung der Fußgängerzone den Durchgangsverkehr sogar erheblich reduzieren. Zudem sei in den Konzepten festgeschrieben, dass die Jahngasse in Zukunft für beide Fahrtrichtungen geöffnet werde und damit ein weiteres Ventil geschaffen werden könne.

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Die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann dazu: „Die Befürchtungen der Anrainer basieren offensichtlich auf einem Mißverständnis. Das Ziel des Verkehrskonzepts in diesem Bereich ist die Verringerung des Durchgangsverkehrs, was mit der Erweiterung der Fußgängerzone und der Öffnung der Jahngasse auch erreicht werden kann. Die Bürgerinnen und Bürger waren in die Erarbeitung des Konzepts intensiv eingebunden. An der damals gemeinsam gefundenen Lösung hat sich nichts geändert.“

Mit der nun geplanten schrittweisen Umsetzung zur Erweiterung der Fußgängerzone werde gegenüber der ursprünglich geplanten Gesamtlösung nichts ändern. Im Gegenteil, konstatiert die Stadt Dornbirn in einer Aussendung: Mit der Entscheidung, unterhalb der Schulgasse keine große öffentliche Garage zu errichten und die Abschnitte aufzuteilen, sei eine raschere Umsetzung möglich. “Die Mozartstraße wurde vor einem Jahr saniert und umgebaut. Für die Anrainer ergaben sich durch dieses Projekt zahlreiche Verbesserungen. Die neue Fußgängerzone in der Schulgasse, neue Begegnungszonen im Schulbezirk und vor allem die Reduktion des Durchgangsverkehrs werden mittelfristig sogar die Verkehrsmengen auch in der Mozartstraße reduzieren”, heißt es. (red)

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