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Projekte haben sich in Luft aufgelöst

Inseln am Ostmolo? Illwerke sehen derzeit keinen Bedarf.
Inseln am Ostmolo? Illwerke sehen derzeit keinen Bedarf. ©Hafenstudie, ARGE
Bregenz - Von „Goldener Schale“ bis „Mole Ost“: Pläne zu Gastronomie im See sind in den Schubladen verschwunden.

Gut besucht sind sie, die Sunset-Stufen am Bregenzer Molo. Der neue Steg an der Pipeline ist binnen kürzester Zeit zum stark frequentierten Badeplatz, nicht nur für Bregenzer, geworden. Das Wasser zieht die Menschen an.Doch was in anderen Orten am See längst möglich ist, ist in Bregenz weiter Zukunftsmusik: Gastronomie unmittelbar am Wasser. Zwar gibt es mit Wirtshaus am See, Welle oder Hafenrestaurant mehrere Angebote in Seenähe. Aber Kaffee trinken direkt am See? Fehlanzeige.

Verworfene Pläne

Pläne gab es in der Vergangenheit bereits. Die „Goldene Schale“ sollte an der Pipeline auf 17.000 Quadratmetern und 21 Pfählen Restaurants, Cafés, Geschäften und Badegästen Platz bieten. Das Projekt war Stadt und Land allerdings zu groß dimensioniert. Es wurde nicht genehmigt. Vor der Neugestaltung des Hafens wurde eine Wiedererrichtung der ehemaligen „Städtischen Badeanstalt“ ins Auge gefasst. Zwischen Hafen und „Mili“ lud das öffentliche Bad auf Pfählen bis 1946 die Bregenzer ein. Dann wurde es abgerissen. In der Hafenstudie 2006 fanden sich bereits Pläne des Architekten Philip Lutz zu einer Neuauflage. Ein Sonnendeck, ein Schwimmsteg, ein Restaurant. „Mit der ‚Städtischen‘ soll ein Ort der Begegnung und des Wohlfühlens für die Bregenzer Bürger geschaffen werden. Bei geschickter Kooperation mit Hafenbetreiber und anderen benachbarten Gastronomiebetrieben kann sich eine interessante Hafenkneipen-Szene entwickeln“, schreiben die Studienautoren. Gebaut wurde die „Städtische“ nicht.

Als der Hafen neu gestaltet wurde, fanden sich in den Plänen bereits künstliche Inseln am Ostmolo für Gastronomie und Badegäste. Wer heute das Rathaus betritt, kann sie noch in Miniaturform betrachten: Im Erdgeschoß wird das Architektenmodell ausgestellt. Am Hafen realisiert wurden sie nicht.

Bürgermeister Markus Linhart sprach sich mehrmals für die Wiedererrichtung der „Städtischen Badeanstalt“ aus. Auch von der „Mole Ost“, östlich des Bregenzer Hafens, schwärmte er. Ihr Vorbild, die erfolgreiche „Mole West“ am Neusiedlersee, hat er im Vorjahr selbst besucht, mit dem Bürgermeister geredet und den Mole-Betreiber nach Bregenz eingeladen.

Und jetzt? Hat Linhart keine Eile: „Das sollte man noch ein paar Jahre ruhen lassen. Am Hafen wurde viel getan, das sollte sich erst einmal setzen“, sagt der Stadtchef. Die „Mole Ost“ ist für ihn immer noch reizvoll – hat aber keine Priorität: „Angedacht waren drei Inseln an der Ostmole. Dort kann ich mir weiterhin Gastronomie vorstellen. Wie und wann, das ist ein anderer Kaffee.“

Hinter einem Projekt dürfte allerdings nicht ausschließlich ein Privater stecken, wünscht sich Linhart. Die Illwerke als Hafeneigentümer wären demnach der ideale Partner. Dort winkt man ab: „Im Augenblick sehen wir keinen Handlungsbedarf“, erklärt Pressesprecher Andreas Neuhauser und verweist auf die „Welle“ und die Hafengastronomie. „Die weitere Entwicklung ist auch abhängig davon, wie sich die Pipeline entwickelt.“

Pipeline-Etappe bis 2015

Hier sollen schneller Nägel mit Köpfen gemacht werden, verspricht Linhart. „Stückleweise“ soll der Ausbau der Pipeline zwischen Bregenz und Lochau erfolgen. Die erste Etappe wurde ja im Vorjahr mit Liegewiese und Badesteg eröffnet. Die nächste Etappe soll noch in seiner aktuellen Amtszeit eröffnet werden – also spätestens 2015. Wie lang das nächste Stück sein wird, kann Linhart nicht sagen. Anfallendes Aushubmaterial, etwa bei der Seestadt, könnte bei der Sanierung wiederverwendet werden. Beim ersten Abschnitt wurde ja im Loch­auer Hafen ausgebaggerter Kies in Bregenz abgeladen.

„Nur Mund wässrig gemacht“

Dass bis heute kein Gastronomieangebot direkt am Wasser vorhanden ist, kritisiert SPÖ-Chef Michael Ritsch: „Bei öffentlichen Auftritten hatte Linhart immer wieder angekündigt, dass eine Bar am Steg kommt oder ein neues Badehaus.“ Linhart habe den Leuten lediglich den Mund wässrig gemacht: „Gekommen ist nichts. Es ist bei Ankündigungen geblieben.“

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