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Projektbeschluss - Zubringer zur Radbrücke

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Symbolbild ©VN

Umwidmung, Grundkauf und Projektbeschluss für den neuen Zubringer zur Radbrücke

Bregenz will rund 660.000 Euro in eine neue Zulaufstrecke für die Radwegbrücke zwischen Bregenz und Hard investieren. So lautet der Stadtvertretungsbeschluss vom 14. Oktober 2010. Das Land beteiligt sich an den Grund- und Baukosten mit 70 %. Das sind über 460.000 Euro.

Wie Bürgermeister DI Markus Linhart nach der Sitzung berichtete, kaufe die Stadt für die 4 m breite Trasse von der Achsiedlungsstraße bis zum Brachsenweg 5.350 m2 Grund vom Kloster Mehrerau um 214.000 Euro. Die Baumaßnahmen für den Rad- und Gehweg, der von der Achsiedlungsstraße entlang der Nordkante des bestehenden Kleinwaldes über den Viktoria-weg zum Trüschenweg verläuft, kosten 448.000 Euro. Auch eine spätere Verlängerung bis zur Mehrerauerstraße ist angedacht, aber derzeit noch nicht fixiert. Außerdem wurde für die Verbindung der Radbrücke mit der Achsiedlungsstraße ein nördlich des früheren Reitgeländes befindlicher Grundstreifen des Klosters Mehrerau im Ausmaß von 2.367 m2 umgewidmet.

Schon im Zuge der Radbrücken-Planung wurden auch im Hinblick auf die Zubringerstrecken umfangreiche Variantenuntersuchungen des Verkehrsplanungsbüros Besch & Partner sowie Analysen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit durchgeführt.

Laut Bürgermeister sind auf der Hauptachse L202 Rheinstraße Tag für Tag rund 24.000 Kfz unterwegs, die meisten im Ein- und Auspendlerverkehr. Ein Anreiz zur Entlastung durch Um-stieg auf die Alternative “Fahrrad” entsteht hier nur, wenn es eine möglichst geradlinige und damit direkte und schnelle Radverbindung zwischen den Ortszentren gibt und wenn eine solche Route durch bauliche Trennung vom übrigen Kfz-Verkehr als sehr verkehrssicher einge-stuft werden kann, weil man ohne gefährliche Kreuzungssituationen, Abbrems-, Anhalte- oder Umwegzwänge rasch vorankommt. Dies gilt in ganz besonderem Maße für den Alltagsradverkehr, bei dem die aufzuwendende Reisezeit viel mehr als in der Freizeit von Be¬deutung ist. Auch der notwendige Straßendienst – vor allem im Winter – lässt sich bei der nunmehr beschlossenen Radwegführung wesentlich besser bewerkstelligen.

Der Radweg entlang der Bregenzerach und des Seeufers wird bereits vom Freizeitverke Freizeitverkehr so stark frequentiert, dass bei einer zusätzlichen Belastung ein nicht unerhebliches Verkehrssicherheitdefizit entsteht. Außerdem erfüllt diese Route nicht das Kriterium einer direkten und schnellen Verbindung in die Stadt.

Auch die Route über die Achsiedlungsstraße und Neu Amerika ist aufgrund des vorhandenen Kfz-Aufkommens (Lkw, Busse etc.) und der fehlenden räumlichen Trennung zwischen moto-risiertem und nicht-motorisiertem Verkehr aus Sicherheitsgründen nicht geeignet. Außerdem wäre dann eine Straßenverbreiterung nötig, für die ebenfalls Grundablösen in erheblichem Ausmaß durchgeführt werden müssten. Darüber hinaus ist hier keine optimale Erschließung wichtiger Ziele wie etwa des Gewerbe- und Einkaufsgebietes (Wolford, Glas-Marte, Eurospar etc.), der Wohngebiete sowie der Freizeit- und Sporteinrichtungen gegeben.

Die von der Stadtvertretung beschlossene Optimal-Variante wird nicht zuletzt aufgrund der erwähnten Fakten und aufgrund der Übereinstimmung mit übergeordneten Planungszielen (Bregenzer Radverkehrskonzept und Landesverkehrskonzept 2006) mit 70 % der Grundablö-sen und Baukosten vom Land gefördert.

Linhart: “Die hohe Kostenbeteiligung des Landes von 70 % hat überhaupt erst die Tür für diese zukunftsorientierte Lösung ermöglicht. Wer nicht bereit ist, die verbleibenden knapp 200.000 Euro zu investieren, hat das Projekt ‚Radwegbrücke’ im Sinne der Förderung der ‚sanften Mobilität’ nicht logisch zuende gedacht.”

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