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Projekt soll in Vorarlberg Aufschluss über Gamswild-Bestand geben

1100 Gämse wurden erlegt, 30 Prozent mehr als geplant.
1100 Gämse wurden erlegt, 30 Prozent mehr als geplant. ©Land Vorarlberg
In Vorarlberg soll ein Forschungsprojekt Aufschluss über den Gamswild-Bestand und seinen Lebensraum geben. Ziel der mehrmonatigen Untersuchung ist es, den Lebensraum langfristig zu sichern und zu verbessern sowie die Konflikte zwischen Mensch und Gams zu minimieren, informierte am Donnerstag die Privatstiftung Gamsfreiheit als Auftraggeber des Projekts.

Bregenz. Die 2019 gegründete gemeinnützige Privatstiftung Gamsfreiheit mit Eberhard von Gemmingen-Hornberg an der Spitze widmet sich dem Schutz der heimischen Wildtiere und deren Lebensraum in Vorarlberg. Mithilfe von Wissenschaft und Forschung sollen in den kommenden Jahren entsprechende Projekte realisiert werden.

Die Stiftung sah den Lebensraum der Gams in Vorarlberg unter anderem durch verstärkte Freizeitaktivitäten am Berg und in den Wäldern oder den Klimawandel immer stärker beeinträchtigt. Die aktuellen Abschlusszahlen seien besorgniserregend. So seien 2018 1.100 Gämse erlegt worden - um 30 Prozent mehr als in der Abschussplanung vorgesehen. Als Grund für diese Entwicklung gab die Stiftung an, dass die Gams von Freizeitsportlern mehr und mehr von den Berggipfeln in die Täler vertrieben werde, wo sie keine Überlebenschance habe. Oft müsse dort das Gamswild im Auftrag der Behörde erlegt werden. Nun werden in Kooperation mit der Vorarlberger Jägerschaft wissenschaftlich gesicherte Faken erhoben, um neue Überlebensstrategien für das Gamswild zu finden.

(APA)

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