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Prodi will Schadensersatz von Berlusconi

Die italienische Regierung verlangt von Silvio Berlusconi 250.000 Schadensersatz. Die Regierung will als Nebenklägerin an einem Prozess gegen den Medienmogul teilnehmen.

Durch der Korruptionsermittlungen, die gegen ihn laufen, habe Berlusconi der italienischen Regierung schwere Imageschäden zugefügt, erklärte die Rechtsanwältin des Kabinetts, Maria Gabriella Vanadio.

Am Freitag will der Mailänder Untersuchungsrichter Fabio Paparella entscheiden, ob ein weiterer Prozess gegen Berlusconi wegen Korruptionsverdachtes eröffnet wird.

Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, dem britischen Anwalt David Mills 1997 für eine hilfreiche Zeugenaussage insgesamt rund eine halbe Million Euro auf ein Schweizer Konto überwiesen zu haben. Der Vorwurf gegen den Ex-Regierungschef lautet auf Bestechung. Berlusconi und Mills haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Mills ist eine Schlüsselfigur in einem ausgedehnten Verfahren über Schwarzgelder und illegale Parteienfinanzierungen, die Berlusconis Medienholding Mediaset in den 90er Jahren getätigt haben soll. Der Brite war Berlusconis Finanzberater für ausländische Aktivitäten.

Berlusconi wurde bisher mindestens sieben Mal wegen Bestechung vor Gericht gestellt und vier Mal schuldig gesprochen. Die Taten waren allerdings schon verjährt oder die Urteile wurden in der Berufung aufgehoben. Berlusconi hat im Zusammenhang mit den Verfahren immer wieder von einer politisch motivierten Hexenjagd gegen ihn gesprochen.

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