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Probleme mit Stickstoffdioxid

Sowohl in Feldkirch als auch in Lustenau wurde 2005 die gesetzlich zulässige Feinstaubbelastung an mehr als 30 Tagen überschritten.

Der Jahresmittel-Grenzwert wurde hingegen an allen acht Vorarlberger Messstationen eingehalten, teilte am Mittwoch Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler (V) in einer Pressekonferenz mit. Ebenfalls zu Überschreitungen der erlaubten Grenzwerte kam es beim Stickstoffdioxid.

Gemäß dem Immissionsschutzgesetz Luft (IG Luft) sind beim Feinstaub pro Jahr nur noch 30 Überschreitungen des Tagesmittelwerts von 50 Mykrogramm pro Kubikmeter Luft erlaubt. In Feldkirch wurden 40 Überschreitungen registriert, an der Messstelle Lustenau-Zollamt 38. Die Schwankungsbreite der Jahresmittelwerte zwischen den Messstationen war gering. „Das zeigt einmal mehr, dass die Feinstaubbelastung ein flächenhaftes Phänomen ist und nur mit großräumigen Maßnahmen bekämpft werden kann“, sagte Schwärzler.

Im Gegensatz zum heurigen Jahr traten Belastungsspitzen am Beginn des Vorjahrs auf Grund von wechselhaftem Wetter nur vereinzelt auf. Lediglich an einem Tag (4. März) wurde an den Messstationen ein Feinstaub-Wert von über 100 Mykrogramm gemessen. In den vergangenen Wochen wurden solch hohe Belastungen des öfteren festgestellt. Der Tagesmittelwert von 50 Mykrogramm wurde aber auch im Vorjahr von Jänner bis April und auch im November und Dezember mehrmals übertroffen.

Überschritten wurde 2005 an den verkehrsnahen Messstellen in Feldkirch, Lustenau (Zollamt) und Höchst am Bodensee auch der Jahresmittel-Grenzwert für Stickstoffdioxid. Die zulässige Marke wurde von 60 Mykrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahr 2001 auf inzwischen 40 Mykrogramm abgesenkt. Der höchste Wert wurde mit 59 Mykrogramm in Feldkirch registriert, Lustenau und Höchst lagen bei 48 bzw. 43 Mykrogramm. Die Stickstoffdioxid-Belastung ist an den verkehrsnahen Messstationen seit Jahren unverändert hoch. „Wir sind sehr bemüht, die Belastungen in Grenzen zu halten und mittelfristig deutlich zu senken“, betonte Schwärzler.

Für Feldkirch und Dornbirn wurden nach Grenzwertüberschreitungen bereits in den Vorjahren Maßnahmenkataloge zur Verringerung der Luftbelastung erstellt. Die Ausarbeitung eines Feinstaub-Sanierungskonzepts für Lustenau ist im Gang. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen hat die Vorarlberger Landesregierung im Mai 2005 ein zusätzliches “30+1“-Punkte-Programm zur Verbesserung der Luftqualität beschlossen.

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