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Probleme bekannt

Die jüngsten Vorkommnisse in der Diskothek “Liebes Montafon" haben nun auch die Behörden auf den Plan gerufen. Der Bludenzer Bezirkshauptmann Leo Walser kennt die Probleme des LIMOs schon seit Jahren. [13.1.2000]

“Gegen die Schlägereien können wir seitens der Behörde natürlich nichts unternehmen”, so Walser. Mit einer vernünftigen Sperrstundenregelung könnte solchen Zwischenfällen allerdings Einhalt geboten werden. “Seit Jahren bemühe ich mich persönlich um die Mitsprache der Bezirkshauptmannschaft bei der Regelung der Sperrstunden im LIMO”, kennt Walser die Leiden nur zu gut. Da die Öffnungszeiten aber vom Bürgermeister und dem Gemeindevorstand gefällt werden, sei die BH machtlos.

Fassungslos zeigte sich Walser auch über Aussagen, die er schon des öfteren zu hören bekommen hat. “Für die Entwicklung der Jugend sind die Eltern und die Schule zuständig – uns geht’s nur um Steuereinnahmen!” Dies sei nicht nur auf das LIMO bezogen, “dass betrifft sämtliche Lokale des Bezirks.”

“Wir werden auf jeden Fall in Sachen LIMO etwas unternehmen müssen”, ist sich Fritz Rudigier, Bürgermeister von St. Gallenkirch, im klaren. “Bereits auf nächste Woche haben wir eine Sitzung einberufen.” Auch ihm seien die Probleme durch die Diskothek seit Jahren bekannt. “Ich habe schon viele Auseinandersetzungen mit dem Diskobetreiber gehabt”, so Rudigier. “Wir warten jetzt auch noch die genauen Ergebnisse der Gendarmerie bezüglich der Drogensituation im LIMO ab und werden dann reagieren.”

Der Besitzer des “Lieben Montafons”, Gustl Grabher, sieht hinter diesen Aussagen “eine Intrige.” “Wir Montafoner sind ein rustikales Volk. Da hat es immer schon Schlägereien gegeben”, so Grabher zu den “VN.” “Allerdings hat die Polizei damals nicht wegen jeder Kleinigkeit ein Verfahren eingeleitet.” Außerdem seien alle Vorwürfe die gegen das LIMO gehen haltlos. “Es gibt keine Drogen im LIMO und es hat auch noch nie welche gegeben.”

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