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Pro und Contra Vignettenbefreiung

Die Stadt Hohenems und die Kummenbergregion wehren sich vehement gegen eine Vignettenbefreiung auf der Rheintalautobahn und drohen notfalls mit Blockademaßnahmen.

Die Stadt Hohenems hat in ihrer letzten Stadtvertretungssitzung vom 24. 1. einstimmig eine Resolution gegen die Vignettenbefreiung beschlossen.

„Die Stadt Hohenems (und seit 20.2. die Marktgemeinde Götzis) sprechen sich entschieden gegen die Vignettenbefreiung auf der A14 von Hörbranz bis Hohenems aus und unterstützen damit auch die Initiative der Bürgermeister der Regionsgemeinden am Kumma und von Hohenems. Die Vorgangsweise der Bodenseegemeinden widerspricht den Grundsätzen des gemeinsamen Planungsprozesses Vision Rheintal. Die Stadt Hohenems kann aus Sicherheits- und Umweltgründen das durch Vignettenflüchtlinge entstehende zusätzliche Verkehrsaufkommen keinesfalls mehr aufnehmen“.

Weiters liegen Schreiben der betroffenen Gemeinden an das Land Vorarlberg und den Bundesminister für Verkehr vor, die sich vehement gegen die Befreiung aussprechen.

Massnahmen der Gemeinden

In Abstimmung mit der Kumma-Region wäre im Fall der Befreiung mit Massnahmen (Proteste bis hin zu Blockaden) der betroffenen Gemeinden und Bewohner zu rechnen.

Floriani-Prinzip widerspricht sinnvollen Lösungen

Eine Vignettenbefreiung bis Hohenems würde ein Verschieben des Verkehres auf das niederrangigere und für diese Zwecke keinesfalls ausgelegte Verkehrsnetz bedeuten. Das Verkehrsproblem kann mit Sicherheit nicht durch die Abschiebung auf andere Gemeinden gelöst werden. Bürgermeister DI Richard Amann: „Bitte kein Floriani-Prinzip! Es sollten vermehrt die guten Angebote der öffentlichen Verkehrsmittel für Tages- und Wochenendausflüge zu den Schi- und Wandergebieten genutzt werden – auch das wäre ein erster Schritt zur Reduzierung der Stausituationen.“

Tagesvignette als nächster Schritt

Tagesvignetten brächten nicht nur für den Raum Bregenz Erleichterungen, sondern vermutlich für alle grenznahen Problemzonen in ganz Österreich. Ausserdem erreicht man in Österreich in einem Tag jeden beliebigen Punkt. „Dies wäre auch ein Service am Gast. Weiters ist unser Bundesgebiet viel zu klein um kurzfristzig wirksame Massnahmen über Benzinpreise etc. zu erzielen, die Schlupflöcher sind zu vielseitig“, ist das Stadtoberhaupt von Hohenems überzeugt.(Quelle: Pressestelle Stadt Hohenems)

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