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Priester sollen heiraten dürfen: 73 Prozent der Vorarlberger gegen Zölibat

Österreich ist mehrheitlich gegen das Zölibat.
Österreich ist mehrheitlich gegen das Zölibat. ©AP
Bregenz - Eine Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Vorarlberger ab 16 Jahren gegen das Eheverbot von Priestern sind. Österreichweit lehnen 82 Prozent der Befragten das Zölibat ab.  Ein Bundesländervergleich zeigt jedoch, dass die befragten Vorarlberger am wenigsten gegen das Eheverbot sind.

Eine überwältigende Mehrheit der Österreicher ab 16 Jahren spricht sich gegen die Ehelosigkeit von Priestern aus. 82 Prozent sind für die Abschaffung des Zölibats. Nur elf Prozent halten das Gebot zur sexuellen Enthaltsamkeit für sinnvoll. Sieben Prozent machten keine Angabe. Das ergibt eine aktuelle Umfrage von Karmasin Motivforschung im Auftrag von “Heute”. Befragt wurden 800 Personen in der Kalenderwoche 16 im Jahr 2012.

Priester sein und eine Frau haben

Katholizismus-Experte Hubert Feichtlbauer im “Heute”-Gespräch: “Der Zölibat sollte nicht völlig abgeschafft werden. Aber wenn jemand Priester werden und gleichzeitig eine Frau haben will, sollte das möglich sein”. Jeder Priester könnte dann mit offenen Karten spielen.

Alle Bundesländer mehrheitlich gegen Zölibat

Am skeptischsten steht man dem Zölibat in Oberösterreich und Salzburg gegenüber. Hier sind nur fünf Prozent für die Beibehaltung, 86 Prozent für die Abschaffung. In Tirol und Vorarlberg sind 73 Prozent gegen das Eheverbot, 15 Prozent dafür. In Wien sprachen sich 82 Prozent für die Abschaffung aus und elf Prozent dagegen.

In Niederösterreich und Burgenland waren 85 Prozent der Befragten für die Abschaffung und zehn Prozent für die Beibehaltung des Zölibat. Steiermark und Kärnten bringen eine Zahl von 79 Prozent, die für das Zölibat-Aus sind und 15 Prozent die dagegen sind zu Tage, heißt es in einer Aussendung von “Heute”.

VOL.AT, OTS

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