Lassaad Chabbi: "Will nichts von einem Abstieg wissen"

©Luggi Knobel
Zwei Tage nach der Trennung von Mladen Posavec stellte Erstligist Austria Lustenau im Rahmen einer Pressekonferenz den neuen Coach Lassaad Chabbi vor. VOL.AT berichtete im Livestream.
Chabbi neuer Austria-Coach

Lassaad Chabbi ist bis Saisonende Fußball-Trainer des Erste-Liga-Clubs Austria Lustenau. Die Vorarlberger holten am Sonntag den 53-jährigen Tunesier als Nachfolger von Mladen Posavec, von dem sich der Verein am Tag davor getrennt hatte. Lassaad Chabbi ist Vater von Seifedin Chabbi, 21-jähriger Stürmer bei Austria Lustenau.

Lassaad Chabbi war beim Club einst Co-Trainer unter Edi Stöhr, zudem arbeitete er jahrelang als Nachwuchstrainer in der Vorarlberger Akademie. Zuletzt war Chabbi Co-Trainer bei El Jaish in Katar.

Austria Lustenau ist nach dem 0:4-Heimdebakel am Freitag gegen das bisherige Schlusslicht Hartberg in akuter Abstiegsgefahr. Lustenau liegt mit 24 Punkten auf Rang acht, Hartberg (23) und Wacker Innsbruck (22) lauern aber nur knapp dahinter.

Großes Medieninteresse bei der Pressekonferenz der Austria Lustenau mit Neocoach Lassaad Chabbi. Der 53-jährige Tunesier will nichts von einem Abstieg wissen, aber man darf in nächster Zeit von seiner neuen Mannschaft kein Wunderfußball erwarten. Dreizehn Runden vor dem Meisterschaftsende steckt die Lustenauer Austria mitten im Abstiegssumpf. „Es sind aber noch 39 Punkte zu vergeben und wenn wir die Hälfte davon auf das Konto verbuchen können reicht das allemal für den Ligaerhalt“, sprach Lassaad Chabbi Klartext.

Zeit für keine Experimente

Für Chabbi gibt es derzeit nicht die Möglichkeit für Experimente, die gesamte Mannschaft muss die Leistung auf dem grünen Rasen bringen. „Es ist auch eine Kopfsache, doch die Qualität im Team ist auf alle Fälle vorhanden.“ Es beginnt schon im Training mit der richtigen Einstellung. Vor der Länderspielpause bestreitet die Austria das Heimspiel gegen Mattersburg und dann am Freitag auswärts in Horn. Die Schwächen in der Defensive sind Lassaad Chabbi bekannt, aber die Austria hat bislang in jedem Spiel zumindest ein Tor erzielt. „Wir müssen kompakt stehen und die Räume eng machen“. Laut Chabbi waren viele Gegentreffer auch taktische Fehler. Daher wird schnellstens in taktischer Hinsicht die Mannschaft ein neues Gesicht bekommen. Wichtig in dieser Situation, auch eine positive Stimmung reinbringen und es bedarf das Zusammenrücken aller Beteiligten auf und abseits des Spielfeldes.

Auch Austria Langzeitpräsident Hubert Nagel hofft auf die Trendwende. „Ich bin überzeugt mit dem neuen Trainer, das die Mannschaft in die richtige Spur zurückfindet. Jetzt braucht es keine Lippenbekenntnisse. Die Unterstützung aller Menschen ist gefragt und jeder Austrianer ist in der Pflicht.“ Jetzt muss man den Abstiegskampf annehmen und den Ernst der Lage erkennen. Immerhin hat ein großer Bestandteil der jetzigen Elf vor zwei Jahren um den Aufstieg gespielt. „Durch das schlechte Verhalten der Kaderspieler ist Posavec arbeitslos geworden. Das habe ich allen Akteuren mitgeteilt.“

Erste Liga: Austria Lustenau – SV Mattersburg Dienstag, 17. März, 18.30 Uhr, Reichshofstadion
Der Tabellenführer Mattersburg kommt mit fünf Spielen in Folge ohne Niederlage nach Lustenau. Austria Lustenau muss auf den gelbgesperrten Kapitän Christoph Stückler und Galvao (rekonvaleszent) verzichten.
„Im Fußball ist alles möglich. Warum sollen wir nicht gegen Mattersburg gewinnen“, so Lassaad Chabbi.

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