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Premiere von Lindenbergs „Atlantic Affairs“

Das Projekt über Kunst deutscher Emigranten hat ein weiteres Etappenziel erreicht: Unter dem Titel „Sterne, die nie untergehen“ zeigt die ARD die TV-Verfilmung der Revue.

„Wir wollen an die große Literatur und das große Entertainment der Künstler erinnern, die in den 30er Jahren aus Deutschland vor den Nazis geflohen sind“, sagte Lindenberg am Dienstag in Hamburg bei der Vorstellung der TV-Produktion. Prominente Schauspieler wie Heinz Hoenig, Horst Buchholz und Otto Sander sowie das legendäre Panikorchester wirken in dem Film mit. Nach der Fernsehpremiere soll die Revue ab Februar auf Tour durch Deutschland und ins Ausland gehen.

„Das ist ein großes Projekt, das uns sehr in Atem hält“, meinte Lindenberg. Der Musiker will ein Stück Kulturgeschichte nach Deutschland zurückholen und an Künstler wie Bert Brecht, Anna Seghers, Kurt Weill, Hanns Eisler, Friedrich Hollaender, Peter Lorre und Marlene Dietrich erinnern. „Wir wollen aber nicht die sowieso schon Informierten nachinformieren, sondern bei anderen Neugierde wecken. Es gibt so geile Songs aus dieser Zeit damals“, sagte Lindenberg.

Die Bühnenfassung hatte bereits im Mai dieses Jahres in Bremerhaven Premiere, wo viele Emigranten an Bord großer Schiffe Deutschland verließen. Die Texte und Lieder der Emigranten interpretierte Lindenberg mit den jungen Sängerinnen Ellen ten Damme, Nathalie Dorra und Yvonne Catterfeld sowie dem Chansonnier Tim Fischer und den Prinzen – in moderner Verpackung durch HipHop, Rock und Pop und begleitet vom legendären Panikorchester.

Ausschnitte aus der Bühnenrevue sollen auch in das Fernsehprojekt einfließen, das insgesamt eine Mischung aus Musical, Dokumentarfilm, Spielfilm und Interviews bieten soll. Das Drehbuch für den Film, der nach der ARD-Ausstrahlung in den dritten Programmen zu sehen sein soll, schrieben Hark Bohm und Nils Willbrandt.

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