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Premiere geht juristisch gegen Schwarzseher vor

Der Bezahlsender Premiere bereitet Klagen vor.
Der Bezahlsender Premiere bereitet Klagen vor.
Der deutsche Bezahlfernsehsender Premiere geht juristisch gegen Schwarzseher vor. In einem ersten Schritt habe Premiere eine Einstweilige Verfügung gegen einen Importeur von Empfangsgeräten erwirkt, teilte der Sender am Montag mit.

Dieser darf unter Androhung eines Ordnungsgeldes oder Ordnungshaft keine Receiver, die über einen sogenannten Emulator das Vorhandensein einer Smartcard simulieren, mehr verkaufen.

Über die Smartcard wird das verschlüsselte Premiere-Programm wieder entschlüsselt, so dass der Premiere-Abonnent die teuer eingekaufte Fußball-Bundesliga oder Hollywood-Filme und TV-Serien sehen können. p> Premiere kündigte zudem an, eine umfassende Schadensersatzklage gegen den Importeur und alle an diesem Handel beteiligten Personen vorzubereiten. “Die Entscheidung des Landegerichts Hamburg ist für uns ein wichtiger Etappensieg im Kampf gegen den kriminell organisierten Rechte-Diebstahl”, resümierte Programm- und Technik-Vorstand Hans Seger. Auch die Käufer der illegalen Receiver will Premiere zur Rechenschaft ziehen. “Die illegale Nutzung des Premiere-Programms ist kein Kavaliersdelikt”, sagte Seger.

Premiere hatte Anfang des Jahres eingeräumt, dass das Verschlüsselungssystem geknackt worden war und den Münchener das lukrative Weihnachtsgeschäft verhagelt hatte. Premiere will daher seine Kosten in diesem Jahr um 30 bis 50 Mio. Euro senken. Zudem stellt Premiere gerade seine Verschlüsselungs-Technologie auf die seines Großaktionärs News Corp um.

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