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Inflation blieb im Juni bei 2,8 Prozent

Die Preise für Treibstoff legten um 21,4 Prozent zu.
Die Preise für Treibstoff legten um 21,4 Prozent zu. ©APA
Die Inflation ist im Juni bei 2,8 Prozent gelegen und bleibt damit gegenüber dem Vormonat unverändert. Stärkster Treiber waren die Preise für den Verkehr. Insgesamt waren die höheren Preise für Verkehr und Wohnen für mehr als die Hälfte der Inflation verantwortlich, gab die Statistik Austria am Freitag bekannt. Nahrungsmittel blieben hingegen im Vergleich zum Juni 2020 preisstabil. Gegenüber dem Vormonat Mai stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,5 Prozent.

"Der Anstieg der Energiepreise ist weiterhin auf das besonders niedrige Preisniveau des Vorjahres zurückzuführen", sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas in einer Aussendung. Im Jahresabstand stiegen die Preise für Verkehr durchschnittlich um 6,6 Prozent. Sie beeinflussten die allgemeine Teuerung mit plus 0,9 Prozentpunkten und waren damit stärkster Preistreiber im Jahresvergleich. Dazu trugen vor allem die Treibstoffpreise bei, die um 21,4 Prozent zulegten (Einfluss: plus 0,7 Prozentpunkte) und damit etwas mehr noch als im Mai (plus 20,8 Prozent). Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 4,0 Prozent (Einfluss: plus 0,07 Prozentpunkte) und neue Kraftwagen um 2,9 Prozent (Einfluss: plus 0,06 Prozentpunkte).

Für Wohnung, Wasser, Energie musste durchschnittlich um 3,0 Prozent mehr bezahlt werden. Haushaltsenergie verteuerte sich durchschnittlich um 5,5 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren die Preise für Heizöl (plus 22,5 Prozent) und Strom (plus 5,2 Prozent). Die Preise für Gas stiegen um 2,5 Prozent und jene für feste Brennstoffe um 0,5 Prozent. Fernwärme hingegen verbilligte sich um 0,9 Prozent. Die Instandhaltung von Wohnungen kostete durchschnittlich um 3,8 Prozent mehr. Mieten stiegen insgesamt um 2,4 Prozent.

Ein Restaurantbesuch oder eine Buchung in einem Hotel wurden durchschnittlich um 3,3 Prozent teurer. Für Hausrat und laufende Instandhaltung des Hauses stiegen die Preise durchschnittlich um 3,2 Prozent - ausschlaggebend dafür waren teurere Wohnmöbel (plus 4,9 Prozent). 

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erwiesen sich hingegen als preisstabil im Vergleich zum Juni 2020. Im Mai hatten sie noch um 1,8 Prozent zugelegt. Nahrungsmittel allein verbilligten sich insgesamt um 0,1 Prozent, nach einem merklichen Plus von 1,9 Prozent im Mai. Ausschlaggebend dafür war insbesondere die Entwicklung der Preise für Fleisch (Juni: plus 0,8 Prozent, Mai: plus 3,5 Prozent) und Obst (Juni: minus 0,9 Prozent, Mai: plus 2,6 Prozent). Die deutlichsten Verteuerungen gab es bei Gemüse (plus 2,1 Prozent). Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich mit einem kleinen Plus von 0,5 Prozent kaum. Milch, Käse und Eier verbilligten sich insgesamt um 1,7 Prozent. Alkoholfreie Getränke kosteten um 0,8 Prozent mehr. 

Nachrichtenübermittlung kostete durchschnittlich um 2,4 Prozent weniger, wozu nahezu allein die um 2,7 Prozent billigere Telefon- und Telefaxdienste beitrugen.

Die Teuerung beim täglichen Einkauf ist geringer als die Gesamtinflation, der Wocheneinkauf jedoch deutlich teurer. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 5,8 Prozent (Mai: plus 6,6 Prozent). Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, stieg im Jahresvergleich um 1,5 Prozent (Mai: plus 2,8 Prozent).

Die harmonisierte Inflationsrate (HVPI) betrug 2,8 Prozent und war damit gleich hoch wie jene des VPI.

(APA)

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