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Post: Mähr warnt vor Einsparungen

Feldkirch - Der Betriebsrat der Post in Vorarlberg schlägt Alarm: Das Post-Management plane ein neues Arbeitszeitmodell, das laut Betriebsrats-Vorsitzenden Franz Mähr 50 bis 70 Arbeitsplätze bei der Post-Distribution bedroht.

Auf einer für Donnerstag, 5. Juni, einberufenen außerordentlichen Betriebsrats-Sitzung sollen nun die nächsten Schritte und Maßnahmen gegen die Pläne des Post-Managements diskutiert und beschlossen werden.

Die Zeit eilt: Bereits ab August soll die erste Zustellbasis in Wolfurt (zuständig u. a. auch für Lauterach, Schwarzach, Kennelbach,Bildstein) auf (Personal-)Einsparungen hin überprüft werden. Es folgen bis zum Jahresende im monatlichen Abstand Dornbirn, Bludenz, Rankweil und Schruns.

Über das Vorhaben der Post-Spitze, an den sogenannten Zeitwerten für die ZustellerInnen zu drehen, wird seit über einem Jahr diskutiert. Die Pläne wurden jedoch von den Betroffenen abgelehnt. Sie bedeuten nämlich “mehr Arbeit für weniger Geld”, so Mähr.

Nun will die Post AG die Pläne ohne Mitwirkung der Personalvertretung durchziehen. “So etwas hat es noch nie in der bisherigen Post-Geschichte gegeben”, kritisiert Mähr. Obwohl die Post-AG im Jahre 2007 Rekordgewinne erzielt habe und Sonderdividenden ausschütte, solle laut Mähr bei den einfachen MitarbeiterInnen und damit verbunden auch an der Qualität der Dienstleistungen offenbar weiter gespart werden.

Die Pläne der Post-AG sehen konkret eine Kürzung der heutigen Zeitwerte um durchschnittlich 13 Prozent pro Vollarbeitskraft vor. Dem entsprechend wären rund 13 Prozent der bisherigen Arbeitsplätze gefährdet. Im Lande wären dies 50 bis 70 der insgesamt 450 Arbeitsplätze in der Distribution.

Für die verbliebenen ZustellerInnen wiederum würde dies Mehrarbeit bedeuten. Für BR-Vorsitzenden Franz Mähr ist dies nicht machbar und schon gar nicht zumutbar: “Die Grenze der Belastbarkeit ist für unsere ZustellerInnen heute bereits erreicht”. Die Post-Pläne aber würden nicht nur die Bediensteten in der Distribution voll treffen, sondern in der Folge auch die KundInnen. “Die Post wird später und vielleicht auch unregelmäßig kommen, die Qualität der Dienstleistung dadurch sinken”, befürchtet Mähr.

Quelle: Aussendung des Betriebsrats-Vorsitzenden der Post

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