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Portugal/Spanien: Schwere Waldbrände

Im Kampf gegen Waldbrände sind in Portugal innerhalb von 24 Stunden zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Ein 33-jähriger Feuerwehrmann wurde von den Flammen eingeschlossen.

Der Feuerwehrmann war nach Presseberichten vom Sonntag bei Vila Real im Norden des Landes bei Löscharbeiten von einer plötzlichen Änderung der Windrichtung überrascht worden. Der 32-Jährige lief davon, wurde aber von den Flammen eingeholt.

Zuvor war bei Oliveira de Azemeis in Mittelportugal ein Feuerwehrmann auf der Fahrt zu einem Einsatzort getötet worden. Ein Löschfahrzeug, das zu einem Waldbrand gerufen worden war, war infolge einer Unaufmerksamkeit des Fahrers verunglückt. Ein Angehöriger der Berufsfeuerwehr kam ums Leben, drei freiwillige Feuerwehrleute wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

In Portugal war am Wochenende nach einem erneuten Anstieg der Temperaturen eine Serie von Waldbränden ausgebrochen. Die Löschmannschaften bekämpften zeitweise sieben größere Feuersbrünste im Norden und im Zentrum des Landes. Bei der Kleinstadt Penafiel östlich der Hafenstadt Porto drohten die Flammen auf Siedlungen überzugreifen. Eine Nationalstraße musste gesperrt werden.

Innenminister Antonio Costa räumte ein, dass in diesem Jahr in Portugal möglicherweise 118.000 Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen. Das ist fast so viel wie im gesamten Jahr 2004. Bisher war man von etwa 68.000 Hektar ausgegangen. Bei den großen Brandkatastrophen vor zwei Jahren waren 425.000 Hektar Wald- und Buschland niedergebrannt.

Auch in Spanien brachen nach neue Waldbrände aus. In der Region Galicien im Nordwesten des Landes wurden zwei Brände gemeldet.

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