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Portugal: Neue Waldbrände

Nur zwei Tage nach der Eindämmung aller Waldbrände in Portugal sind am Wochenende in der Mitte und im Norden des Landes neue Feuersbrünste ausgebrochen. Wieder bei Coimbra.

Begünstigt durch steigende Temperaturen und starken Wind gingen am Samstagabend sechs Wälder in Flammen auf, wie der Zivilschutz mitteilte. Das größte Feuer wütete nahe Pombal südlich von Coimbra.

Die Behörden schlossen Brandstiftung als Ursache nicht aus. Insgesamt waren landesweit etwa 350 Feuerwehrleute und Helfer im Einsatz. In mehreren Provinzen herrschte auch am Sonntag angesichts von Hitze und Dürre extreme Waldbrandgefahr.

Die nahe Coimbra stationierten Beamten der deutschen Bundespolizei konnten am Wochenende mit ihren drei Löschhubschraubern das Übergreifen der Flammen auf mehrere Dörfer verhindern. Seit vergangenem Dienstag sind die deutschen Helfer mehr als 500 Löscheinsätze geflogen und haben fast 75 Flugstunden absolviert, wie Sprecher Ralf Schnurr am Sonntag sagte. „Wegen der Hitze und des Windes flammen immer wieder Brände auf.“ Auch Löschflugzeuge aus Frankreich, Italien und den Niederlanden sind weiter im Einsatz.

Im Kampf gegen die oftmals absichtlich gelegten Feuer will die portugiesische Polizei nun eine Brandstifter-Datenbank anlegen. Auch soll ein Speziallabor zur Ermittlung der Brandursachen eingerichtet werden. Bisher sind in Portugal mehr als 100 mutmaßliche Pyromanen festgenommen worden.

Auch aus dem benachbarten Spanien wurden mehrere kleine Feuer gemeldet. Ein Waldbrand nahe Castellón an der Mittelmeerküste wurde von einem Auto verursacht, das nach einem Unfall in Flammen aufgegangen war.

Die Feuersbrünste in Portugal haben bisher 16 Menschen das Leben gekostet und fast 200.000 Hektar Wald vernichtet. Dies entspricht annähernd der Fläche des Saarlandes. In Spanien verbrannten rund 100.000 Hektar, 13 Menschen starben.

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