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Politische Unsicherheiten treiben Devisenmärkte

Ausblick 2020: Experte erwartet Aufwertung des Euro auf 1,16 US-Dollar.
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In den Lehrbüchern steht: „Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung.“ Das ist selbstverständlich richtig, vielmehr ist der Wechselkurs aber von großer Bedeutung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Währungsraumes. Das erklärt Karl-Heinz Strube, CIIA, Leiter Asset- und Port­foliomanagement bei der Hypo Vorarlberg, gegenüber den VN.

Und Strube weiter: „Für den Investor, der in fremde Währungen veranlagt, stellt der Wechselkurs ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Wechselkurse können sich schnell und heftig gegen den Euro bewegen. Im Jahr 2019 haben sich die Hauptwährungen gegenüber dem Euro stets für den Euro-Investor entwickelt, d. h., zu möglichen Kursgewinnen kamen noch satte Wechselkursgewinne hinzu. Doch wie könnte es im Jahre 2020 weitergehen?“ Hierzu die folgende Einschätzung für das Jahr 2020. 

In den USA stehen Wahlen an

Die geopolitischen Risiken sollten nach Prognose der Hypo-Experten im Jahr 2020 an Brisanz verlieren. Zudem stehen die US-Wahlen an, in dessen Wahlkampfzeit eher von keinen erneuten Eskalationen auszugehen sein wird. Damit sollte jedoch ein wesentlicher Treiber der zurückliegenden Stärke des US-Dollar an Schlagkraft einbüßen. Angesichts dessen erwarten wir eine Aufwertung des Euro auf 1,16 US-Dollar per Jahresende 2020.

Einigung wäre „pro Euro“

Noch gibt auch bei den JPY-Wechselkursen der Handelskrieg den Ton an. Im Hypo- Hauptszenario geht Strube von einer Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit aus. In diesem Falle sollte sich die Risikoaversion japanischer Investoren wieder etwas legen und diese zu verstärkten Auslandsinvestitionen veranlassen und der Yen könnte wieder an Boden verlieren. Karl-Heinz Strube: „Wir erwarten eine Aufwertung des Euro auf 128 Yen per Jahresende 2020.“

Euro erholt sich zum Franken

Der Euro neigt seit geraumer Zeit gegenüber dem Franken zur Schwäche. Die Gemeinschaftswährung sank von über 1,14 Franken im April 2019 im Saldo auf rund 1,09 Franken im Dezember 2019. „Nach unserer Prognose sollte sich der Euro in den nächsten Quartalen gegenüber dem Schweizer Franken indes wieder leicht erholen. Die Rolle des Schweizer Franken als ,sicherer Hafen‘ wird in diesem Szenario weniger gesucht sein. Wir erwarten ein Abflauen der geopolitischen Risiken. Dies sollte eine Erholung des Euro gegenüber dem Franken bewirken, und zwar auf 1,16 Franken per Ende 2020“, so Strube weiter.

Daraus zieht Karl-Heinz Strube folgendes Fazit: „Bei einer Entspannung der geopolitischen Risiken ist von einer grundsätzlichen Abwertung des Euro gegenüber den Hauptwährungen auszugehen. Daher sollten Fremdwährungsrisiken bewusst eingegangen werden und es sollte regelmäßig neben der Kursentwicklung des Wertpapiers auch auf den Wechselkurs geachtet werden, besonders im Jahre 2020.“

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