Pole vom schweren Missbrauch einer Sechsjährigen freigesprochen

21-Jähriger erhielt teilbedingte Haftstrafe von zwei Jahren wegen sittlicher Gefährdung von Personen unter 16 Jahren.
21-Jähriger erhielt teilbedingte Haftstrafe von zwei Jahren wegen sittlicher Gefährdung von Personen unter 16 Jahren. ©VOL.AT/Hartinger
Ein 21-jähriger Pole ist am Mittwoch wegen sittlicher Gefährdung von Personen unter 16 Jahren und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Vom Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs eines Mädchens wurde er freigesprochen, berichtete ORF Radio Vorarlberg. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte soll sich im Sommer 2011 und bei einem weiteren Besuch im Sommer 2013 an seiner damals sechs- bzw. achtjährigen Schwägerin vergangen haben. Laut Staatsanwalt habe der Angeklagte versucht, mit dem Mädchen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, als dieses aus Angst vor einem Gewitter in das Bett des Mannes und dessen Frau gekommen war. 2013 habe der 21-Jährige das polnische Mädchen unsittlich berührt und zu einem Zungenkuss gezwungen.

21-Jähriger bekennt sich teilweise schuldig

Der Angeklagte bekannte sich vor Gericht teilweise schuldig. Den ersten Vorfall im Jahr 2011 bestritt er aber vehement. Von diesem Vorwurf des versuchten Beischlafs sprach der Schöffensenat den Mann frei. Der Richter begründete das Urteil damit, dass es aufgrund der unterschiedlichen Versionen der Tat schwierig sei, zu entscheiden, was richtig oder falsch sei. In den anderen Anklagepunkten wurde der 21-jährige Pole zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Acht Monate davon muss er absitzen. Außerdem muss er dem Opfer eine Entschädigung von 3.000 Euro zahlen. Urteilsmildernd hatte das Gericht in diesen Punkten das Geständnis des Mannes anerkannt.

(APA)

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